TC Parkhaus lässt Hamburg keinen Stich

Keine große Mühe hatte Tero Vilen bei seinem Sieg im Spitzeneinzel.
Keine große Mühe hatte Tero Vilen bei seinem Sieg im Spitzeneinzel.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit einem 8:1-Sieg über Uhlenhorst Hamburg bewiesen die Herren 30 des TC Parkhaus, dass sie auch in neuer Formation in der Bundesliga konkurrenzfähig sind.

TC Parkhaus Wanne-Eickel -
Uhlenhorster HC Hamburg 8:1

Einzel: Vilen - Lüken 6:4, 6:3; Senkbeil - Dresewski 6:2, 6:2; Berg - Kirschner 2:6, 1:6; Ehlert - T. Sutor 6:2, 6:2; Zielinski - Voigt 6:1, 6:2; Siechau - Grantz 6:4, 6:3.

Doppel: Vilen/Senkbeil - Lüken/Kirschner 4:6, 6:3, 10:7; Berg/Zielinski - Dresewski/Grantz 4:6, 6:3, 11:9; Ehlert/Siechau - Sutor/Sutor 7:5, 6:4.

Die Heimpremiere ist vollauf gelungen, die Herren 30 des TC Parkhaus haben bewiesen, dass sie auch in neuer Formation in der Bundesliga absolut konkurrenzfähig sind. Der klare Sieg fiel ihnen nicht einmal sonderlich schwer. Denn die Gäste kamen nicht nur ohne ihren schwedischen Spitzenspieler, sie kamen auch ohne Michael Stich – und sie machten auch sonst keinen Stich.

Anfangs gab es an der Reichsstraße noch trübe Gesichter. Dauerregen drückte die Laune der Gastgeber, die sich auf einen schönen Tennistag gefreut hatten, und zwang dazu, die ersten Spiele in die Halle zu verlegen – für die Zuschauer ärgerlich, aus sportlicher Sicht aber gar nicht so übel, hatten die TCP-Spieler hier doch einen echten Heimvorteil. So hatte Marc Senkbeil den ersten Satz längst gewonnen, ehe sein Gegner Philipp Dresewski mit dem Boden besser klar kam. Obwohl der Hamburger nun mehr Druck und weniger Fehler machte, blieb Senkbeil mit seinem variablen Spiel der bessere Mann und brachte auch den zweiten Satz mit 6:2 nach Hause.

Wenig später durfte auch Tobias Siechau die Glückwünsche seines Gegners entgegennehmen. Der hatte zwar mit krachenden Aufschlägen beeindruckt, doch bei eigenem Service und im offenen Ballwechsel war der Eickeler Linkshänder klar der Bessere. Nachdem Siechau bei 2:2 im zweiten Satz ein Break „zu Null“ gelang, brachte er das Match ungefährdet nach Hause.

Mittlerweile war es aufgeklart, es ging draußen weiter. So hatten die Zuschauer von der Terrasse aus perfekte Sicht auf das Spitzeneinzel, in dem Tero Vilen sein Heimdebüt für den TCP gab. Und was der Finne zeigte, gefiel den Tennisfans. Zwar haderte er mitunter mit dem tiefen Boden, doch wie er die Bälle auslief, wie er die Schläge mischte und immer wieder gefühlvolle Stopps einstreute, das hatte Klasse. Zu viel Klasse jedenfalls für den Linkshänder Daniel Lüken, der solides Tennis spielte, aber nie für den Sieg in Frage kam.

Fast gleichzeitig legte auch Frank Ehlert seinen Gegner zu den Akten. Er lieferte sich mit Tim Sutor lange Topspin-Duelle, die er immer mal wieder durch Stopps oder Vorhandschüsse zu seinen Gunsten beendete. „Wir hatten die gleiche Spielanlage, und deshalb war ich mir sicher, dass ich gewinnen würde“, strahlte Ehlert nach seinem Zweisatzsieg. Wenig später war auch der Mannschaftsssieg eingetütet, hatte Mariusz Zielinski seinem Gegner doch klar die Grenzen aufgezeigt und den fünften Punkt eingespielt.

Trotzdem versuchte Björn Berg alles, auch seinen Punkt beizusteuern. Vergeblich. Der Neuzugang aus Paderborn spielte druckvoll und solide, aber nicht variabel genug, um gegen Lars Kirschner zu bestehen. Dafür hielt sich Berg später im Doppel schadlos, als er gemeinsam mit Zielinski einen Satzrückstand aufholte und den Matchtiebreak knapp mit 11:9 für sich entschied. Auch Vilen/Senkbeil behielten im finalen Durchgang die Oberhand, während Ehlert/Siechau den Sack schon in zwei Sätzen zumachten.