TC Parkhaus ist bereit für das Herzschlagfinale

Aufschlag zum Klassenerhalt? Tero Vilen und der TC Parkhaus können sich mit einem Sieg über Essen aus eigener Kraft retten.
Aufschlag zum Klassenerhalt? Tero Vilen und der TC Parkhaus können sich mit einem Sieg über Essen aus eigener Kraft retten.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Sekt oder Selters: im letzten Spiel gegen den ETB SW Essen geht es für die Herren 30 des TC Parkhaus um nicht weniger als den Verbleib in der Bundesliga.

Morgen gilt’s: Am letzten Spieltag der Tennis-Bundesliga haben es die Herren 30 des TC Parkhaus Wanne-Eickel selbst in der Hand, sich für einen weiteren Sommer in der deutschen Eliteliga zu qualifizieren. Gelingt ihnen ein Heimsieg über Aufsteiger ETB Schwarz-Weiß Essen, ist der Klassenerhalt in jedem Fall gesichert.

Bei einer Niederlage sind die Eickeler auf fremde Hilfe angewiesen. Realistisch ist der Klassenverbleib dann nur, wenn Ahrensburg in Leverkusen mindestens so hoch verliert wie der TCP gegen Essen. Jedes Match kann also über das Schicksal der Eickeler entscheiden, es darf gezittert werden. Aufschlag ist am Sonntag um 11 Uhr auf der Anlage an der Reichsstraße.

Die Essener haben am letzten Wochenende durch ein überraschendes, aber verdientes 5:4 über Köln nicht nur vorzeitig den Klassenerhalt gefeiert, sie haben sich gleich auf Rang zwei katapultiert, der zur Teilnahme an der DM-Endrunde berechtigt. Und diese Chance wollen die Schwarz-Weißen auch nutzen, wie aus der Ruhrmetropole zu hören war. Also werden sie ihre bestmöglichen Mannschaft aufbieten, wie TCP-Teamchef Niels Polenz vermutet. „Ich gehe auch davon aus, dass Axel Pretzsch dabei ist“, lässt sich Polenz von der brodelnden Gerüchteküche nicht irritieren. Zwar gab Pretzsch, der es im Jahre 2002 bis auf Rang 99 in der ATP-Weltrangliste brachte, gegen Köln das Spitzeneinzel gegen den Spanier Menendez im zweiten Satz auf, doch die muskulären Probleme nahm er schon mit auf den Platz. „Ähnlich werden es die Essener auch diesmal machen“, glaubt Polenz.

Dennoch ist der TCP-Teamchef recht zuversichtlich. „Beide Mannschaften sind sehr ausgeglichen. Es wird wie in Ahrensburg wieder eine ganz enge Kiste“, so Polenz. „Zum Glück sind bei uns alle Leute fit, und deshalb rechnen wir uns schon sehr gute Chancen aus, einen knappen Sieg zu erringen.“

Vor allem Mariusz Zielinski hat die 14-tägige Pause durch das spielfreie letzte Wochenende gut getan. Der Defensivkünstler hat die leichte Zerrung vollständig auskuriert, die er sich in Ahrensburg zugezogen hatte, und dürfte an Position fünf oder sechs schwer zu schlagen sein. Alle übrigen Einzel erscheinen ziemlich ausgeglichen. Mit Uwe Kaundinya, Nr. 9 in der DTB-Ranliste der Herren 35, und Alexander Mühler ist Essen an den Positionen zwei und drei stark, aber nicht übermächtig besetzt, so dass sich die Eickeler in jedem Fall eine Chance ausrechnen können.

Hörsch und Becker im ETB-Kader

Auch zwei ehemalige TCP-Spieler stehen im Essener Kader. Während Kai Becker bislang nur zweimal im Doppel eingesetzt wurde, zählt Michael Hörsch zu den erfolgreichsten Punktsammlern des Aufsteigers. Drei seiner vier Einzel hat Hörsch bislang für sich entschieden. Ob er nun auf den zuletzt stark verbesserten Björn Berg trifft oder auf Frank Ehlert – sein Eickeler Gegenspieler muss schon einen guten Tag erwischen, um den aufschlagstarken Hörsch zu bezwingen.

Auf jeden Fall sollten die TCP-Fans am Sonntag neben guten Nerven auch viel Zeit mitbringen. Denn alles spricht dafür, dass die brisante Partie erst in den Doppeln entschieden wird. Wer danach jubelt, wird auch ein wenig vom Glück abhängen. Sollten es die Gäste sein, hilft den Eickelern nur eins: Daumendrücken für Bayer Leverkusen.