TC Parkhaus bezieht die Höchststrafe

Absolut chancenlos war Parkhaus-Spieler Frank Ehlert.
Absolut chancenlos war Parkhaus-Spieler Frank Ehlert.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Viel hatten sie sich nicht ausgerechnet, und so kam’s denn auch: Die Bundesliga-Herren 30 des TC Parkhaus unterlagen in Ratingen glatt mit 0:9.

Jacobi & Partner Ratingen -
TC Parkhaus Wanne-Eickel 9:0

Einzel: Koubek - Senkbeil 6:1, 6:3; Masson - Berg 6:1, 6:0; Leimbach - Ehlert 6:1, 6.0; Messling - Zielinski 6:2, 6:3; Gröger - Schneider 6:2, 6:4; Meier - Polenz 6:1, 6:4.

Doppel: Koubek/Zühlsdorff - Senkbeil/Polenz 6:2, 6:3; Masson/Leimbach - Berg/Schneider 6:1, 6:2; Bartusch/Meier - Ehlert/Zielinski 3:6, 6:4, 10:6.

Auf eine Revanche für das knappe 4:5 im letztjährigen DM-Finale hatten sie erst gar nicht spekuliert, stattdessen machten die Herren 30 des TC Parkhaus Meister Ratingen voller Respekt ihre Aufwartung, um brav die Punkte abzuliefern. Und der Höflichkeitsbesuch entwickelte sich genau so, wie es Teamchef Niels Polenz bereits angekündigt hatte: Zu einer einseitigen Angelegenheit.

Keinen einzigen Satz konnten die ohne ihre Spitzenspieler Tero Vilen und Cederic Pruchniewski angereisten Eickeler in den Einzeln auf ihr Konto buchen, und nur in wenigen Phasen konnten sie halbwegs mithalten. Selbst Mariusz Zielinski, der durchaus als Anwärter auf einen Einzelpunkt galt, kam gegen Robert Messling nicht richtig ins Spiel und musste eine glatte Zweisatzniederlage quittieren. Völlig überfordert war Björn Berg an Position zwei, wo ihm der Belgier Jeroen Masson, einst die Nr. 215 der Tenniswelt, in zwei Sätzen gerade mal ein Spiel überließ. Ganz anständig schlug sich Niels Polenz bei seinem Bundesligadebüt, aber obwohl er im zweiten Satz gut mithielt, musste auch er gratulieren.

So führte Ratingen nach der ersten Einzelrunde mit 3:0, und im selben Stile ging es weiter. Marc Senkbeil wehrte sich im Spitzeneinzel nach Kräften, aber der Österreicher Stefan Koubek, der es in seiner besten Zeit bis auf Rang 20 in der ATP-Rangliste gebracht hatte, war mindestens eine Nummer zu groß. Völlig chancenlos war auch Frank Ehlert, während Hansi Schneider, der zweite Debütant, ordentlich mitspielte und beim 2:6, 4:6 mehr Games gewann, als sämtliche Teamkameraden.

In den Doppeln hätte es dann fast mit einem „Ehrenpunkt“ geklappt. Aber Ehlert/Zielinski konnten ihre Satzführung nicht nutzen und zogen im Matchtiebreak den kürzeren.