SVS rüstet sich für die nächsten Aufstiegsrennen

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Was wir bereits wissen
Die Mannschaft von Franko Pepe peilt mittelfristig den Aufstieg in die Westfalenliga an.15 Vertragsverlängerungen schon sicher. Zusammenhalt und Konkurrenzkampf sind die wichtigsten Faktoren.

Schon im vergangenen Jahr war der SV Sodingen früh mit der Kaderplanung für die nächste Saison durch, auch in diesem Jahr schicken sich die Verantwortlichen vom Holzplatz an, früh alles geklärt zu haben.

Das Grundgerüst steht jedenfalls schon, bevor die Rückrunde überhaupt angefangen hat: Dass Franko Pepe bleibt, stand nie in Frage, auch am Spielermaterial wird der SVS erneut nur punktuell etwas ändern: 15 Spieler aus dem aktuellen Kader haben bereits für die kommende Saison zugesagt: Torwart David Menke, Kim Hyna, Devin Hyna, Adem Besli, Christian Breitag, Christoph van der Heusen, Patrick Liebel, Jörg Kostrzewa, Kai Patalla, Max Donay, Tobias Mauroff, Pascal Heuser, Nico Brehm und Halil Inam haben verlängert, auch das Sodinger Urgestein Murat Köker wird das grüne Trikot mit der Sieben noch ein weiteres Jahr tragen.

Zusammenhalt ist das große Plus

Trainer Franko Pepe ist froh über die Zusagen: „Wir haben viel im Trainingslager regeln können, in den nächsten Tagen und Wochen wird dann noch mal gesprochen und das Übrige geklärt.“

Das Jahr 2014 lief perfekt für den SVS. Auf eine starke Rückrunde, die in der Endabrechnung Platz fünf bedeutete, folgte eine noch stärkere Hinrunde, Sodingen überwintert auf Platz zwei.

Mit dem Erfolg kommen die Ambitionen, die Trainer Pepe auch immer deutlicher formuliert: „Wir wollen über kurz oder lang in die Westfalenliga.“ In diesem Sommer wird es schwer, das zu realisieren, Tabellenführer Brackel ist bereits sieben Punkte vor. Falls die Aufholjagd nicht gelingt, bringt der SV Sodingen sich aber schon als Favorit im Aufstiegskampf 2016 ins Rennen.

Das Sodinger Rezept dazu heißt Konkurrenzkampf: Schon jetzt ist es kaum möglich, eine echte Stamm-Elf zu benennen, zu flexibel und ausgeglichen besetzt ist der Kader. „Die sportlichen Ergebnisse zeigen die gute Entwicklung“, so Pepe, aber: „Wir wollen uns weiter verbessern, mit drei oder vier Neuzugängen wollen wir den Konkurrenzkampf noch mehr anheizen.“

Positionen seien für ihn dabei zweitrangig: „Wir wollen uns überall verstärken, aber ich sage nicht: Ich brauche unbedingt einen Mittelstürmer oder Außenverteidiger.“

Zwei Kriterien muss ein Spieler mitbringen, um zum SVS zu passen: Erstens sportliche Erfahrung. Pepe: „Damit ist nicht gemeint, dass wir Spieler Ende dreißig holen. Es geht um sportliche Erfahrung, am besten aus der Westfalen- oder Oberliga. Die kann auch ein 23-Jähriger haben.“ Und zweitens Charakter. „Es bringt uns nichts, Spieler zu holen, die zwar sportlich gut sind, aber nicht in die Truppe passen. Da leidet die Leistung der ganzen Mannschaft drunter.“ Deshalb liege das Hauptaugenmerk auf der menschlichen Komponente.

Denn so wie es jetzt ist, laufe es perfekt: „Normalerweise hat man ja immer zwei dabei, die sich nicht leiden können, aber mir fällt momentan bei uns kein Beispiel ein. Nicht einmal Grüppchen gibt es, das hat man auch im Trainingslager gesehen, das ist eine große Gemeinschaft. Wer mal auf der Bank sitzt, ist nicht sauer auf die Mitspieler, der kann höchstens sauer auf mich sein. Die Jungs machen auch privat viel zusammen, gehen abends zusammen raus. Das ist unser großes Plus.