SV Wanne 11 strukturiert seine Jugendabteilung um

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Was wir bereits wissen
Durch die Veränderungen wird die F2-Jugend aufgelöst, was bei den Eltern für Empörung sorgt.

Empörung bei den Eltern der F2-Jugend des SV Wanne 11: Beim letzten Spiel der Saison verkündete Trainer Sven Taube den Spielern, dass die Mannschaft aufgelöst werde, die Kinder sich einen neuen Verein suchen sollten. „Die Kinder haben die Welt nicht mehr verstanden“, schilderte Vater Maik Hiedels. „Sie dachten, sie wären zu schlecht, wussten nicht, warum sie nicht mehr für Wanne 11 spielen dürfen. 12 Kinder wurden einfach aus dem Verein geschmissen.“

Hintergrund der Mannschaftsauflösung ist die grundlegende Neustrukturierung der Jugendabteilung der Elfer. Laut SV11-Jugendleiter Bernd Götte kamen verschiedene Entwicklungen zusammen: Zum einen wurde die sportliche Distanz zwischen Senioren und Jugendabteilung immer größer, vielversprechende Spieler der älteren Jahrgänge verließen den Verein. Aus den stärkeren jungen Altersklassen kam nur wenig in der A-, B-, und C-Jugend an.

Götte: „Deshalb haben sich die Vorstände darauf geeinigt, einen Jugendkoordinator einzustellen, der zuvor ein Konzept für die zukünftige Aufstellung der Jugendabteilung, entwickeln sollte.“ Der neue Mann ist Michael Kather, dessen Konzept einhellige Zustimmung fand. Ab sofort achtet der SV 11 besonders auf die Qualifikation seiner Übungsleiter: „Insgesamt verfügt die Jugendabteilung ab Sommer über eine zweistellige Zahl an Trainern mit C- und B-Lizenzen“, so Götte.

Großes Thema war auch die räumliche Situation an der Hauptstraße. Mit 20 Elfer-Mannschaften und dem SC Emscher Crange könne man nicht allen Teams Trainingszeiten einräumen, erklärte Götte, deshalb habe man sich entschlossen, die Zahl der Jugendmannschaften zunächst von 15 auf 14 zu reduzieren.

Eltern wussten nicht Bescheid

Für die F2 geht es deshalb nicht weiter. Götte bedauert das: „Wir wollten das Thema offen angehen, haben das den Kindern und Eltern mitgeteilt. Sicherlich war dies für die Jugendabteilung keine leichte Entscheidung. Aber die personelle und vor allem räumliche Situation ließ keine andere Möglichkeit.“

Bis zum 30. Juni haben die Kinder und Eltern nun Zeit, sich abzumelden und einen neuen Verein zu finden. Der SV11 kündigte an, den Kindern die Freigabe zu erteilen, so dass sie sofort spielberechtigt sind.

Maik Hiedels erfuhr davon erst im Gespräch mit der WAZ: „Das ist ja schon mal gut, aber das hat uns noch niemand gesagt.“ Überhaupt sei er unzufrieden mit der Kommunikation des Vereins: „Die Abmeldung stand zwar länger im Raum, aber wir hatten das Wort, dass die Mannschaft bestehen bleibt. Warum ausgerechnet wir und warum dass dann auch erst am letzten Spieltag bekanntgegeben wird – das verstehe ich nicht.“