SV Sodingen steht unter Druck

Peter Elbers (Mitte), bester SVS-Schütze, will auch gegen Brackel treffen.
Peter Elbers (Mitte), bester SVS-Schütze, will auch gegen Brackel treffen.
Foto: Ralph Bodemer

Am Pfingstmontag beginnt für den SV Sodingen die „Woche der Wahrheit“. Um 15 Uhr empfangen die Grün-Weißen den seit letztem Sonntag feststehenden Meister und Westfalenligaaufsteiger SV Brackel 06 im Glückaufstadion. Sechs Tage später steht die Partie beim Tabellenzweiten Hedefspor Hattingen an.

Spätestens danach dürfte klar sein, ob sich der SVS noch Hoffnungen auf den Aufstieg durch das Relegations-Hintertürchen machen darf.

Drei Punkte und sieben Tore müssen die Sodinger auf Hedefspor in den verbleibenden vier Spielen aufholen. Schwierig, aber nicht unmöglich. „Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben, und wir haben noch das direkte Duell mit Hedefspor“, hakt Franko Pepe den Vizetitel noch nicht ab. Dass sich die Grün-Weißen eine bessere Ausgangssituation für den Endspurt durch die jüngste 2:3-Niederlage in Mülhausen-Uelzen selbst verbaselt haben, liegt dem SVS-Trainer aber noch im Magen.

Fehlende Konstanz in der Rückrunde

„Das war ein Spiegelbild für unsere Rückrunde, in der einfach die Konstanz gefehlt hat“, merkt Pepe an. Die Verletzungsprobleme nach der Winterpause hätten zwar auch eine Rolle gespielt, aber als Entschuldigung will Pepe das nicht gelten lassen: „Uns fehlte auch häufig die Durchschlagskraft, selbst gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Und gerade bei Standards, wie eben auch letzten Sonntag, haben wir uns oft zu naiv verhalten.“ Das Verhalten bei Standardsituationen muss sich am Montag auf jeden Fall verbessern. „Mit seinen langen Leuten ist der SV Brackel auch da die beste Mannschaft der Liga“, warnt Pepe, der zudem davon ausgeht, dass die Dortmunder trotz ihrer feststehenden Meisterschaft keinen Gang zurückschalten werden. Dass der SV Sodingen im direkten Duell mit Brackel mithalten kann, bewies die Mannschaft beim 2:2 der Hinrunde, als sich der jetzige Meister durch – natürlich – eine Standardsituation und einen Strafstoß einen Punkt rettete.

Jetzt werden die Karten noch einmal neu gemischt. „Gut ist, dass ich vor dieser Partie nicht viel sagen muss. Ich werde den Spielern die Aufstellung mitteilen, und dann geht’s los“, setzt Pepe auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft.

Erleichtert wird die Aufgabe der Sodinger durch die aktuelle Personallage allerdings nicht. Kostrzewa (5. Gelbe Karte), Köker (beruflich verhindert), Donay, Battaglia und weiterhin auch Brehm (alle verletzt) stehen nicht zur Verfügung.