SV Sodingen schnappt sich den Pott

Spieler des SV Sodingen bejubeln den Gewinn des Kreispokals. Im Endspiel wurde der Landesligist seiner Favoritenrolle gerecht und gewann gegen den B-Kreisligisten SV Holsterhausen mit 7:1.
Spieler des SV Sodingen bejubeln den Gewinn des Kreispokals. Im Endspiel wurde der Landesligist seiner Favoritenrolle gerecht und gewann gegen den B-Kreisligisten SV Holsterhausen mit 7:1.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Favorit hat sich durchgesetzt. Auf eigenem Platz ließ der SV Sodingen dem tapferen Finalgegner SV Holsterhausen keine Chance und holte sich den Kreispokal.

SV Sodingen -
SV Holsterhausen 7:1

Tore: 1:0 (2.) Elbers, 1:1 (16.) Köse, 2:1 (21.) van der Heusen, 3:1, 4:1, 5:1 (25., 48., 55.) Elbers, 6:1 (60.) van der Heusen, 7:1 (81.) Brautlacht.

SVS: Menke - K.-J. Hyna, Kaulitzky, Breitag - Liebel (58. Köker), Sickel, Patalla - Kostrzewa, van der Heusen (65. Brautlacht) - Elbers, D. Hyna (58. Besli).

SVH: Skiba - K. Ballmann (55. Krajczynski), Boese, Schweden, Reinert (88. Werner) - Urankar, Meise - Köse, Harbord, T. Ballmann - Helms (76. Kurmann).

SR: Sven Moning (Herne).

Zuschauer. 606 Zahlende.

Traumwetter, stattliche Kulisse, ein faires Spiel mit acht Toren und ein verdienter Sieger: Das Pokalfinale ließ wenig Wünsche offen, auch wenn sich Außenseiter Holsterhausen mit dem 1:7 zu Recht unter Wert geschlagen fühlte und mit einigen Situationen haderte.

Neben dem Unverständnis über die Entscheidung, den drei Ligen höher spielenden Sodingern den Heimvorteil zu gewähren, ereiferten sich die Holsterhauser über zwei Szenen in der ersten Hälfte. Erst verweigerte Sven Moning dem SVH einen Elfmeter, nachdem Jörg Kostrzewa den – aus Abseitsposition – allein aufs Tor zustrebenden Timo Ballmann umgestoßen hatte, dann erkannte der Schiedsrichter ein Kopfballtor Timo Ballmanns wegen angeblicher Abseitsstellung nicht an. „Wenn der Schiri Eier gehabt hätte, wären wir mit 3:3 in die Pause gegangen“, ärgerte sich SVH-Trainer Andreas Meise.

Auf die Leistung seiner Spieler aber durfte Meise stolz sein. Obwohl sie durch ein Elbers-Tor schnell im Hintertreffen lagen, brachten sie den Favoriten durch schnelles Umschaltspiel mehrfach in Bedrängnis. Das 1:1 war alles andere als Zufall. Der 39-jährige Marcus Reinert spielte einen fein getimten Pass auf Vedat Köse, der den Ball unter David Menke ins Tor schob. Lange konnte sich er SVH aber nicht am Spielstand erfreuen. Erst traf Christoph van der Heusen aus dem Gewühl zum 2:1, kurz darauf legte Peter Elbers das 3:1 nach – das Spiel nahm seinen erwarteten Verlauf, der SVS versuchte, mit reduziertem Aufwand Ball und Gegner zu kontrollieren.

Das hätte sich fast gerächt. Die Meise-Elf übernahm die Initiative und hatte neben den beiden strittigen Situationen weitere gute Szenen, so dass Trainer Franko Pepe seine Sodinger zur Pause wach rütteln musste. Die gaben nach Wiederanpfiff auch sofort Vollgas und bauten durch die Elbers-Treffer drei und vier, mit Maßflanken von von der Heusen und Liebel vorbereitet, ihre Führung auf 5:1 aus.

Das Thema „Sensation“ war damit erledigt. Die Kräfte der Gäste erlahmten, die Sodinger blieben spielfreudig und zeigten hübsche Kombinationen, deren schönste van der Heusen mit dem 6:1 abschloss. Den Schlusspunkt setzte Markus Brautlacht mit einem satten 16m-Schuss, ehe die Sodinger zehn Minuten später hüpfend und singend ihren verdienten Pokalsieg feiern konnten.