Stüven-Crew fährt als Meister nach Plovdiv

Auf der Strecke: Der siegreiche Vierer mit Steuermann mit Rene Stüven vom RV Emscher Wanne-Eickel (l.)
Auf der Strecke: Der siegreiche Vierer mit Steuermann mit Rene Stüven vom RV Emscher Wanne-Eickel (l.)
Foto: Detlev Seyb

Es lief planmäßig für Rene Stüven. Der Ruderer vom RV Emscher Wanne-Eickel, der bereits Anfang Juni für die U23-Weltmeisterschaften nominiert worden war, sicherte sich mit seiner WM-Crew im Vierer „mit“ den Titel des Deutschen U23-Meisters.

Obendrauf gab es auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen noch die Silbermedaille im Männer-Achter. Recht früh war dieses Rennen entschieden, was aber auch nicht verwunderlich war. Denn der später in 5:27,45 Minuten siegreiche Achter fährt in dieser Besetzung zur U23-WM und war auch schon mehr eingefahren als die Stüven-Crew. Das U23-Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes hatte schon nach der Nominierung am Weltcup in Varese/Italien teilgenommen und dort überraschend unter den A-Senioren das Finale erreicht.

Hauptaugenmerk war für Rene Stüven, Finn Knüppel (Schwerin), Jacob Schulte-Bockholt, Marc Leske (beide Krefeld) und Steuermann Felix Heinemann (Dortmund), sich im Vierer „mit“ möglichst gut zu präsentieren. Man sei zwar schon durch gewesen, so Stüven, was die Nominierung betrifft, aber man wolle als Deutscher U23-Meister und mit einem guten Gefühl zur Jahrgangs-WM nach Plovdiv (Bulgarien) fahren. Die Titelkämpfe finden vom 22. bis zum 26. Juli statt.

Der Vierer um Bugmann Rene Stüven präsentierte sich stark und fuhr am Ende auch einen guten Vorsprung heraus gegen den Herausforderer, einen Vierer aus dem Stützpunkt Dortmund. Der hatte schon auf der Nominierungsregatta in Ratzeburg das Nachsehen. „Mit den Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften können wir zufrieden sein. Die Zeiten waren überzeugend und im Endeffekt ein Spiegelbild der Saison“, sagte U23-Trainer Peter Thiede, der mit den Rudertalenten seit Wochenbeginn im Trainingslager in Ratzeburg weilt.

Ansonsten war für den RV Emscher früh Schluss bei den U19- und U17-Titelkämpfen, die ebenfalls in Köln ausgetragen wurden. „Wir sind noch nicht soweit. Die Sportler haben teilweise einen super Job gemacht, leider war es dann nach dem Hoffnungslauf vorbei“, so Klubtrainer Manfred Ahrendt. Jonas Kuhlbrodt, der bei den A-Junioren im leichten Vierer und Achter an den Start ging, hätte mit etwas Glück durchaus das Finale erreichen können. „Im Achter sah es bis kurz vor dem Ziel so aus, als würde es reichen“, meinte Ahrendt, „doch dann haben die Jungs einen Krebs gefangen.“ Kuhlbrodt rückt jetzt in den Seniorenbereich auf und möchte auf jeden Fall weitermachen.

Marina Schulze präsentierte sich im Leichtgewichts-Juniorinnen-B-Einer stark verbessert, drückte vorne mächtig auf die Tube, „doch nach hinten heraus reichte es einfach nicht“, so Ahrendt. Ähnlich war es bei Benedikt Schlüter, der in einem Renngemeinschaftsvierer mit dem RV Gelsenkirchen saß. Ahrendt: „Das Halbfinale war das erklärte Ziel, und es ist schade, dass wir es dann doch nicht erreicht haben.“

Jetzt ist erstmal Pause am Wanner Westhafen. Zwei Wochen vor Ferienende steigen die RVE-Ruderer wieder ins Boot. Nächste Station ist der Ruhrsprint in Bochum. Höhepunkt im Herbst sind die Landesmeisterschaften.