Stroetzel gibt im Titelkampf nicht klein bei

Beim 1:1 im Hinspiel hatten Sebastian Greitemann (l. und der DSC viel Mühe mit dem Aufsteiger SV Horst-Emscher 08.
Beim 1:1 im Hinspiel hatten Sebastian Greitemann (l. und der DSC viel Mühe mit dem Aufsteiger SV Horst-Emscher 08.
Foto: WAZ-FotoPool
Was wir bereits wissen
Viel darf der DSC Wanne-Eickel nicht mehr liegen lassen, will er weiter um die Spitze mitspielen. Deshalb fordert Trainer Martin Stroetzel einen Sieg in Horst.

Auch wenn der Rückstand inzwischen auf fünf Punkte angewachsen ist und er selbst am Saisonende als Trainer des DSC Wanne-Eickel ausscheidet: Für Martin Stroetzel gibt es keinen Grund, im Kampf um den Oberligaaufsteig klein beizugeben. Im Gegenteil, er spornt seine Jungs an, im Gastspiel beim abstiegsbedrohten SV Horst-Emscher 08 (Mo., 15 Uhr, Auf dem Schollbruch 58) wieder eine Schüppe draufzulegen.

Sein erklärtes Ziel: Ein Sieg. „Wir brauchen die drei Punkte dringendst, um oben dran zu bleiben“, formuliert der DSC-Coach seine Ansprüche an die Mannschaft – und schickt gleich eine Warnung hinterher. „Das wird ein richtig schweres Spiel. Und das nicht nur, weil die Horster ums Überleben kämpfen.“

Eine hohe Meinung hat Stroetzel auch vom fußballerischen Potenzial des zweimaligen Aufsteigers, der nach seinem Durchmarsch aus der Bezirksliga derzeit mit einem Punkt vor Heven auf dem letzten Nichtabstiegsplatz (13.) rangiert. „Wenn man die Horster ins Rollen kommen lässt, wird es gefährlich. Gerade auf ihrem Kunstrasen spielen sie sehr guten, aggressiven Fußball“, so Stroetzel. Das habe zum Beispiel der mit dem DSC punktgleiche SC Hassel leidvoll erfahren müssen, der sich im Gelsenkirchener Derby am Schollbruch eine 0:4-Klatsche abholte. Ähnliches sollten sich die Schwarz-Gelben nicht erlauben, sonst geht der Kontakt zur Spitze endgültig verloren und das letzte Drittel einer bisher guten Saison könnte ziemlich langweilig werden.

Zumindest ein Problem sollte sich diesmal nicht stellen: Dass der Gegner sich am eigenen Sechzehner verschanzt, wie zuletzt Holzwickede, das erwartet Stroetzel nicht. „Horst spielt immer nach vorn. Das gibt uns sicher mehr Räume. Aber wir dürfen den Gegner auch nicht zur Entfaltung kommen lassen“, sieht der DSC-Trainer diesmal auch seine Defensivabteilung stärker gefordert.

Die ist mit erst neun Gegentreffern allerdings die mit Abstand beste der Liga. Und weil mit Stephen Lorenzen nach Abbrummen seiner Gelbsperre ein dynamischer, zweikampfstarker Sechser zurück kommt, dürfte es hier keine Probleme geben. Im Angriff allerdings fehlen Alternativen: Rene Lewejohann ist bis einschließlich Montag gesperrt, und Alex Nour, zuletzt oft privat verhindert, hat einen 14-tägigen Urlaub angetreten. „Mit mir ist das nicht abgesprochen“, sagt Stroetzel. „Geht aber auch schlecht. Ich habe Alex ja seit Wochen kaum gesehen.“