Streit mit dem Landesverband eskaliert

Gemeinsam kämpfen nun Herner EV (in der Mitte Alexander Brinkmann) und EV Duisburg (weiß) um eine Zukunft unter dem DEB-Dach.
Gemeinsam kämpfen nun Herner EV (in der Mitte Alexander Brinkmann) und EV Duisburg (weiß) um eine Zukunft unter dem DEB-Dach.
Foto: FUNKE Foto Services

Das Gerangel zwischen dem Eissport-Verband NRW und den drei abwanderungswilligen Vereinen aus dem Verbandsgebiet geht weiter. Nachdem der Herner EV, der EV Duisburg und die Moskitos Essen sowohl für die Oberliga West als auch für die neue, gemeinsame Oberliga Nord unter dem Dach des DEB gemeldet hatten, beschreitet der LEV in Köln nun den Sportrechtsweg. Dies teilte Sprecher Klaus Picker am Sonntag in folgender, leicht gekürzt wiedergegebener Presseerklärung mit:

„Der Eissport-Verband NRW hat die Vereine EV Duisburg e.V., Herner EV 2007 e.V. und Moskitos Essen offiziell davon in Kenntnis gesetzt, dass der Rücktritt von verbindlichen Mannschaftsmeldungen zum Stichtag 2. Mai 2015 nicht genehmigt wird. Gleichzeitig treten dadurch die Rechtsfolgen des Artikel 31 (3) der Spielordnung des Deutschen Eishockey-Bundes ein. Damit sind die jeweils gemeldeten Mannschaften (sowohl Senioren als auch Nachwuchs) für jeglichen Spielverkehr gesperrt.

Die drei Vereine hatten nämlich nicht nur ihre Seniorenmannschaft, sondern auch ihre jeweiligen Nachwuchsmannschaften zuerst fristgerecht verbindlich beim LEV NRW gemeldet, um sie dann einen Monat später beim DEB zu melden und damit wieder beim LEV NRW abzumelden. Da die ausgesprochene Sperre auf der DEB Spielordnung beruht, ist diese auch für den DEB verbindlich.

Deswegen wurde der Deutsche Eishockey-Bund parallel von den Entscheidungen des LEV NRW in Kenntnis gesetzt. Gegen diese Entscheidungen können die genannten Vereine binnen einer Frist von zwei Wochen beim Spielgericht des Eissportverbandes NRW ein Nachprüfungsverfahren beantragen.

Der LEV NRW sah sich zu keiner anderen Entscheidung als den Sportrechtsweg zu beschreiten in der Lage. Denn die drei Vereine hatten die ohnehin problematische Situation, die durch die Neustrukturierung der DEB Oberliga Nord unter Missachtung der vorher abgegebenen LEV Meldungen entstanden war, noch verschärft. Denn es waren die drei Vereine, die dem LEV mitteilten, dass sie ihre jeweiligen Nachwuchsmannschaften ebenfalls beim DEB gemeldet hätten. Um so unverständlicher, da Duisburg, Herne und Essen noch am 10. Mai 2015 bei einer LEV Nachwuchstagung in Dortmund die jeweiligen Nachwuchsmannschaften mit ihrer Zustimmung in die entsprechenden Ligen eingruppieren ließen.“

So weit die Presseerklärung des Landesverbandes. Bei den drei betroffenen Vereinen reagierte man zunächst gelassen. „Die Vorstände der Vereine EV Duisburg, ESC Moskitos Essen und des Herner EV gehen davon aus, dass sämtliche Mannschaften in der Saison 2015/16 am Eishockeyspielbetrieb teilnehmen werden. Wir werden auch weiterhin verantwortungsvoll die Belange unserer vielen Mitglieder besonders im Nachwuchsbereich vertreten. Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme des Reviertrios.