Stadt will über Nutzung der Kunstrasen neu entscheiden

Eine Entscheidung darüber, ob dem Fußball-Kreisligisten FC Marokko Herne eine Nutzungsberechtigung der Fußballanlage an der Horsthauser Straße erteilt oder nach wie vor verweigert wird, bleibt weiter offen. Der Verein hatte gegen die Entscheidung der Stadt Herne Ende 2013 den Klageweg beschritten (die WAZ berichtete). Am heutigen Mittwoch nun sollte vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen darüber verhandelt werden (Az. 15K3567/13). Der anberaumte Termin aber wurde kurzfristig abgesagt. Grund dafür: Ein überraschender Kurswechsel der Stadtverwaltung.

Den Vereinsvorsitzenden Mustafa Mokhtari erreichte am Montag ein Schreiben, worin die städtische Rechtsdirektorin Barbara Schulte-Heinrichs erklärte, den in Streit stehenden Bescheid vom 1.7.2013 aufzuheben und über den Antrag des FC Marokko auf Nutzung der neuen Kunstrasenanlage erneut entscheiden zu wollen. Albert Lohmann, Vorsitzender der 15. Kammer des Verwaltungsgerichts entschied daraufhin, den anberaumten Termin wegen Erledigung der Hauptsache „von Amts wegen“ aufzuheben.

Zur Erinnerung: Der FC Marokko hatte in einem komplexen Auswahlverfahren den Kürzeren gezogen, als es darum ging, die fünf Fußballvereine zu ermitteln, die gemeinsam das neue Fußballzentrum in Horsthausen nutzen dürfen. Der Verein fühlte sich in der Bewertung benachteiligt, akzeptierte die Entscheidung der Stadt daher nicht – und klagte.

FCM-Zukunft bleibt ungewiss

Ob der aktuelle kleine Zwischenerfolg für den FCM nun auch zum gewünschten Ziel des Vorstands führt, bleibt abzuwarten. Ebenso übrigens, wo die Mannschaften in der nächsten Saison trainieren und ihre Spiele austragen werden. Am 30. Juni sei nämlich am Jürgenshof, der bisherigen Heimspielstätte Marokkos, eigentlich Schluss, so Mokhtari. Und die längst vorhandene Option „Stadtgarten“ hält der Vorsitzende weiter für nicht angemessen.

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