Sodinger zeigen Moral und holen einen 0:3-Rückstand auf

Mit der Einwechslung von Jörg Kostrzewa (grün, hier gegen Radule Lekic) wurde das Spiel des SV Sodingen deutlich gefährlicher.
Mit der Einwechslung von Jörg Kostrzewa (grün, hier gegen Radule Lekic) wurde das Spiel des SV Sodingen deutlich gefährlicher.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

CSV SF Bochum-Linden -
SV Sodingen 3:3

Tore: 1:0 (11.), 2:0 (15.), 3:0 (24.), 3:1 (68.) Kostrzewa, 3:2 (82. van der Heusen), 3:3 (88.) Köker.

SVS: Menke - Brautlacht (15. Brautlacht), Donay, Besli (46. Kaulitzky), Breitag - van der Heusen - Mauroff, Patalla, Elbers, Liebel - D. Hyna (46. Kostrzewa).

Mitte der ersten Halbzeit war Franko Pepe noch ziemlich stinkig. Seine Sodinger hatten zwar ganz ordentlich gekickt, aber bei drei Standards geschlafen und sich einen 0:3-Rückstand eingefangen. Ein Fiasko drohte. Am Ende aber nahm der SVS doch einen Zähler aus Linden mit, und der Trainer war mächtig stolz. „Meine Truppe hat eine sehr gute Moral gezeigt. Das war ordentlich, sehr ordentlich sogar“, so Pepe.

Anfangs lief alles gegen den Tabellenzweiten. Zwar ließen die Gäste den Ball recht hübsch durch die eigenen Reihen laufen, aber zwingende Chancen kamen nicht dabei heraus. Ärgerlicher aber war das Verhalten bei Standards: Mal wurde auf Abseits spekuliert, mal rückte die Abwehr nicht schnell genug raus, um auf den zweiten Ball zu gehen, mal stimmte die Zuordnung nicht – drei Fehler, drei Lindener Tore. Und Pepe wollte es kaum glauben.

Zur Pause wechselte er zweimal und stellte auf Dreierkette um. Mit Erfolg. Besonders Jörg Kostrzewa erwies sich als Gewinn, behauptete viele Bälle und war stets gefährlich. Er war es auch, der Lindens Keeper aus kurzer Distanz zum ersten Mal bezwang, nachdem der zwei Großchancen von Patrick Liebel zunichte gemacht hatte. Nun hatte der SVS Blut geleckt, drängte weiter und wurde durch Christoph van der Heusens Tor belohnt. Wenig später ging Murat Köker mit einem klugen Patalla-Pass auf und davon und vollstreckte eiskalt zum verdienten 3:3.