„Siebzig plus“ mal anders

Selbst für die Verantwortlichen war die gute Beteiligung überraschend.
Selbst für die Verantwortlichen war die gute Beteiligung überraschend.
Was wir bereits wissen
Neues Modell sorgt für Wiederbelebung der Clubmeisterschaften beim TC Blau-Weiß Wanne-Eickel.

„Komm wir spielen 70plus!“

Was sich anhört wie eine marketingwirksame Bezeichnung der Zielgruppe Best-Ager, sorgte zu Beginn der Freiluftsaison 14 Tage lang für Unterhaltung und Aufregung auf der Clubanlage des TC Blau-Weiß Wanne-Eickel.

Blau-Weiß-Sprecherin Karoline Zielonka erklärt: „Nachdem das Interesse an den Clubmeisterschaften der Erwachsenen über längere Zeit nachließ, haben wir in diesem Jahr einen Mixedwettbewerb angeboten.“ Zu der seit 2012 wieder im olympischen Programm befindlichen Disziplin fügte der Verein von der Emscherstraße eine feine Variation hinzu: 70 plus.

Alle Mixed-Paarungen waren erlaubt, sofern die Summe des Alters der Spielerinnen und Spieler mindestens 70 Jahre ergab.

Einige Paarungen brachten es in der Addition sogar auf mehr als 100, andere, vor allem jüngere Spieler, mussten rechnen und sich den passenden Oldie suchen – die Organisatoren halfen bei der Vermittlung. Auch den „ein oder anderen ersten Kontakt zwischen Männlein und Weiblein“ habe man so hergestellt, freute sich Zielonka.

Für die Verantwortlichen wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg. Mit 18 Paarungen und vielen Zuschauern hätten die Clubmeisterschaften ein „so nicht erwartetes Revival“ erlebt. Zu den spärlichen Meldungen der Vorjahre in den klassischen Wettbewerben habe kein Vergleich bestanden.

Nach den, laut Zielonka gut besuchten, Gruppenspielen Ende April, bei denen sich nicht nur die Pärchen gegenseitig, sondern auch untereinander wohl öfter überrascht haben, folgten Anfang Mai die End- und Platzierungsspiele. Von der Terrasse aus sahen die zahlreichen Zuschauer unterhaltsame und teilweise sehr enge Matches.

Platz drei sicherten sich Debbie Hug und Norbert Zielonka gegen Karoline Zielonka und Dominik Kensy. Im Endspiel setzten sich die Favoriten Britta Kolodziej und Thomas Fryder gegen Bärbel Krogul und Niklas Zielonka durch. Kolodziej und Fryder ließen es sich nicht nehmen, den gewonnenen Wanderpokal mit Sekt zu füllen und auf den Sieg anzustoßen – aber auch auf die erfolgreiche Veranstaltung.Karoline Zielonka: „Alle waren sich einig, dass die Mixedmeisterschaften eine große Bereicherung des Vereinslebens und ein voller Erfolg waren.“

Neben den erwachsenen Clubmeistern wurden auch die besten Jugendlichen ausgespielt. Es gewannen Jannis Burchert (U10), Oliver Raczek (U15), Carolin Hülsmann (U12 Mädchen), Lisanne Burchert (Mädchen U15).

Im Mixed (Altersgrenze addierte 27) gewann das Geschwisterpaar Malin und Nils Scheele.