SCW verpflichtet Ferati und Zaskoku

Als Führungsspieler sieht SCW-Trainer Holger Wortmann den früheren Wattenscheider Kapitän Fatlum Zaskoku, der sich hier mit zwei Spielern des FC Kray misst.
Als Führungsspieler sieht SCW-Trainer Holger Wortmann den früheren Wattenscheider Kapitän Fatlum Zaskoku, der sich hier mit zwei Spielern des FC Kray misst.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die externen Winterneuzugänge neun und zehn sind unter Dach und Fach. Mit Fatlum Zaskoku und Fatmir Ferati will Westfalia Herne zur Aufholjagd starten.

Als Sportlicher Leiter hat er seine Arbeit getan, jetzt ist der Trainer Holger Wortmann am Zug. Mit Fatmir Ferati (24) und Fatlum Zaskoku (27), beide zuletzt bei der SG Wattenscheid 09 unter Vertrag, hat Westfalia Herne die Vorbereitung auf die restlichen 19 Spiele aufgenommen, an deren Ende das abgeschlagene Schlusslicht doch noch den Oberligaverbleib feiern will.

„Das sind genau die Spieler, die wir noch brauchten. Sie geben uns mit ihrer Qualität viel mehr Möglichkeiten“, sieht Wortmann in den beiden zentralen Mittelfeldspielern exakt die Puzzleteilchen, die zu einem stimmigen Gesamtbild noch fehlten. „Ferati ist fußballerisch eine Bombe, ein exzellenter Vorbereiter und Spezialist für Standards. Er ist der Mann, der den Unterschied ausmachen kann“, schwärmt Wortmann von dem früheren albanischen U21-Nationalspieler, den er als Zehner oder als „hängende Spitze“ aufbieten will. Dass Ferati nach guten Jahren in Wuppertal, Kray und Ahlen zuletzt an der Lohrheide kaum Einsätze hatte, ist Wortmann durchaus bewusst. „Aber ich habe Fatmirs Weg schon lange verfolgt, und wir haben auch jetzt viele Gespräche geführt. Ich bin absolut überzeugt, dass er richtig Bock hat auf Herne und sich komplett in den Dienst der Mannschaft stellt.“

Dasselbe sagt der Sportchef auch über den drei Jahre älteren Fatlum Zaskoku, der als Organisator aus der Sechserposition heraus agieren soll. „Er ist ein Leader, kann eine Mannschaft führen, verbal und mit seiner Leistung“, charakterisiert Wortmann den Deutsch-Kosovaren, der die Wattenscheider sogar als Kapitän in diese Saison führte.

Warum es später nicht mehr passte, Zaskoku gar in die Reserve verbannt wurde, seien Interna der SG 09, zu denen er sich nicht äußern werde. „Ich beobachte ihn schon lange, und Manuel Bölstler kennt ihn aus gemeinsamer Zeit in Wuppertal. Fatlum hat eine klare Meinung, die er auch äußert. Er bringt positives Denken rein. Genau die Mentalität brauchen wir, auf dem Platz und in der Kabine“, ist Wortmann überzeugt, einen guten Griff getan zu haben.

Schon die ersten Einheiten hätten ihn in dieser Ansicht bestärkt. „Auch dank der übrigen Neuzugänge haben wir eine viel höhere Trainingsqualität, und davon profitieren auch die anderen Spieler. Jetzt haben wir einen ausgeglichenen Kader mit der nötigen fußballerischen Qualität, aber auch der richtigen Mentalität, um die Aufholjagd zu starten“, so Wortmann.

Dass sie gelingt, will er nicht versprechen. „Aber dieser Umbruch war nötig“, meint Wortmann. „Wir mussten Fehler korrigieren, die im Frühjahr gemacht wurden.“