Schwere Aufgaben in Leipzig und Neuwied

HEV-Keeper Benjamin Voigt ist wieder einsatzbereit.
HEV-Keeper Benjamin Voigt ist wieder einsatzbereit.
Foto: FUNKE Foto Services

Wer den Herner EV an diesem Wochenende sehen will, muss reisen. Nach der heutigen Partie beim Ostmeister Icefighters Leipzig (20 Uhr) steht am Sonntag um 19 Uhr beim EHC Neuwied ein weiteres Auswärtsspiel auf dem Endrundenprogramm der Gysenberger.

Die Hoffnung auf einen der ersten beiden Tabellenplätze und anschließende lukrative Play-Off-Duelle kann der HEV allerdings bereits vor dem anstehenden Roadtrip abhaken. Mit dem 3:4-Ausrutscher auf eigenem Eis gegen den ELV Tornado Niesky beraubten sich die Grün-Weiß-Roten am vergangenen Sonntag selbst ihrer letzten realistischen Chance auf eine Verlängerung der Saison.

Drei Nachzügler im Privat-Pkw

„Wir haben nicht als Mannschaft zusammengespielt und müssen jetzt da weitermachen, wo wir gegen Essen und Erfurt aufgehört haben. Unser Manko war oft, dass wir nur 40, aber nicht 60 Minuten konzentriert waren. Dann versuchen wir Dinge, die wir gar nicht können“, erklärte Frank Petrozza nach der Pleite gegen den Tabellenletzten gleichermaßen rückblickend wie vorausschauend.

Der HEV-Trainer hatte wie die enttäuschten Fans erkannt, dass sein Team gegen die Oberlausitzer so ziemlich alles falsch gemacht hatte, was gegen Essen und Erfurt richtig war und konnte dem Gegner später nur noch zum verdienten Sieg gratulieren.

Um die Scharte an diesem Wochenende auszuwetzen, muss der HEV sein ganzes Potenzial abrufen. Leipzig gilt hinter Duisburg als zweiter Favorit der Endrunde und ist dieser Rolle bisher auch gerecht geworden. Sieben von acht Spielen gewannen die Sachsen, nur an der Wedau gab es eine 1:4-Niederlage.

Gespielt wird nicht mehr am alten Messegelände, sondern in der Eisarena der direkt an Leipzig angrenzenden Kleinstadt Taucha. Dort sind die Icefighters um ihre beiden Topscorer Florian Eichelkraut und Hannes Albrecht in dieser Saison noch unbesiegt. Mit Tom Fiedler steht auch ein ehemaliger Akteur des Herner EV im Leipziger Kader.

Kaum weniger hoch hängen die Trauben in Neuwied, wo sich die Gastgeber bisher nur Duisburg geschlagen geben mussten. In der Endrunde gab es außerdem nur eine Niederlage in Leipzig, die ersten beiden Plätze sind für die Rheinländer immer noch in Reichweite. Der HEV dürfte also in der berüchtigten Bärenhöhle auf einen hochmotivierten Gegner treffen, der solange wie möglich im Konzert der Großen mitspielen will.

Benjamin Voigt hat seine Grippe auskuriert und soll in beiden Spielen das Tor hüten. Dominik Luft, Damian Schneider und Sören Hauptig müssen heute arbeiten, fahren dem Mannschaftsbus aber mit dem Privat-PKW hinterher.

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