Schlussspurt bringt wichtigen Sieg

Aus der Mitteldistanz nimmt  Louisa Oleyniczak hier den Berliner Korb ins Visier.
Aus der Mitteldistanz nimmt Louisa Oleyniczak hier den Berliner Korb ins Visier.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Die U17-Mädchen des Herner TC kämpften den TuS Lichterfelde im Schlussspurt nieder und stehen dicht vor dem Einzug ins Top 4 der WNBL Nord.

Herner TC -
TuS Lichterfelde 87:72

Viertel: 12:17, 27:15, 18:20, 30:20

HTC: Strozyk (32/3 Dreier), Oleyniczak (20), Kassack (18/2), Bramkamp (8), Hahn (5), Proske (2), Schulte-Göcking (2), Gierczak, Hassel, Kanti, Schröder, Zerbe.

Nach einem höchst intensiven Spiel mit einem wahnsinnigen 16:0-Run in den letzten drei Minuten fielen sich Herner U17-Basketballerinnen und ihre Trainer glücklich in die Arme. Sie hatten einen starken Gegner bezwungen und im dritten Hauptrundenspiel einen enorm wichtigen Sieg errungen, der ihnen den angestrebten Platz im Top 4 der Hauptrunde Nord in der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) ein riesiges Stück näher bringt.

Eine Woche nach der glatten Niederlage beim Nordmeister in Braunschweig, als sie ersatzgeschwächt im letzten Viertel völlig einbrachen, zeigten sich die HTC-Mädchen gut erholt und lieferten dem als Mitfavoriten in die Saison gestarteten Gast aus Berlin einen großen Kampf. Unterstützt von zahlreichen Fans, fanden die Herner Mädchen gut in die Partie und setzten sich auf 6:1 ab. Nach einer schnellen Auszeit aber kam ein völlig anderes Berliner Team aufs Feld zurück. Vor allem Nyara Sabally war nun von den Hernerinnen kaum noch zu bändigen. Immer wieder penetrierte sie in die Zone und punktete aus der Nahdistanz, so dass die Gäste nach dem ersten Viertel mit 17:12 vorne lagen.

Der zweite Spielabschnitt aber gehörte den HTC-Girls: Mit konsequenter Offensive hebelten sie die Berliner Zonendeckung aus und kreierten freie Würfe, die sie hochprozentig nutzten. Zur Pause stand eine Sieben-Punkte-Führung auf dem Scoreboard, die zu Beginn des dritten Viertels gar auf zwölf Punkte anwuchs. Doch ganz konnte der HTC das Niveau nicht halten. Erst riss der Faden in der Offensive, in der Folge auch in der Defensive. So schmolz der Vorsprung dahin, und zu Beginn des letzten Viertels übernahm Berlin wieder die Führung.

Lea Schulte-Göcking geht voran

Als beim 60:66-Rückstand Hanna Hahn ihr fünftes Foul kassierte und damit eine wichtige Innenspielerin ausfiel, machte sich auf den Rängen Resignation breit. Nicht aber auf dem Feld. Angepeitscht von der nun enorm aggressiv verteidigenden Lea Schulte-Göcking, ließ die HTC-Defense den Gästen kaum mehr Luft zum Atmen. Und schon klappte es auch vorne wieder: Mit einem 16:0-Lauf drehte der HTC das Spiel und durfte danach einen wichtigen Sieg feiern. „Heute hat mein Team Charakter bewiesen und gezeigt, dass es aus dem letzten Viertel von Wolfenbüttel gelernt hat. Dieses Spiel haben wir als Team gewonnen“, freute sich Mario Zurkowski. Zwei Mädchen bekamen vom Herner Headcoach aber noch ein Sonderlob: Jenny Strozyk, der Zurkowski nicht nur wegen ihrer 32 Punkte „ein Monsterspiel“ attestierte, und Lea Schulte-Göcking, die spät ins Spiel kam und dann das Team mitriss.