Schlechte Nachricht, gute Nachricht

Das 580. Kirmesspektakel in Crange naht und mit ihm der 16. Cranger-Kirmes-Cup. Im Bild (v.l.n.r.) Michele Wolfram (Sparkasse), Michael Pawlak (Geschäftsführer SV Sodingen), Vorsitzender Klaus Tissarek, Angelika Kurzawa (Stadtwerke Herne), Werner Freidhoff (Leiter Ordnungsamt) und Peter Winkelmann (2. Kassierer SV Sodingen).
Das 580. Kirmesspektakel in Crange naht und mit ihm der 16. Cranger-Kirmes-Cup. Im Bild (v.l.n.r.) Michele Wolfram (Sparkasse), Michael Pawlak (Geschäftsführer SV Sodingen), Vorsitzender Klaus Tissarek, Angelika Kurzawa (Stadtwerke Herne), Werner Freidhoff (Leiter Ordnungsamt) und Peter Winkelmann (2. Kassierer SV Sodingen).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Vorbereitungsturnier findet nach der Absage des FC Frohlinde wohl nur mit sieben Mannschaften statt. Die vier Herner Vertreter treffen alle in der Vorrunde aufeinander.

Die schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Beim Cranger-Kirmes-Cup 2015 werden die Zuschauer nicht wie gewohnt 16 Spiele zu sehen bekommen, sondern nur 13, und nur sieben statt wie geplant acht Teams. Der FC Frohlinde, Bezirksligist aus Castrop-Rauxel, hat aus terminlichen Gründen abgesagt.

Einen Ersatz konnten die Organisatoren nicht finden, wie Klaus Tissarek, Vorsitzender des ausrichtenden SV Sodingen, berichtet: „Wir haben bei einigen Vereinen nachgefragt, natürlich auch bei den Herner Bezirksligisten – bei den meisten stand aber der Vorbereitungsplan schon, so dass es da zu spät für die Zusage war. Und Bezirksliganiveau sollte die Mannschaft mindestens haben, ein Kreisligist passt in das Feld nicht rein.“ Man sei zwar für Bewerbungen noch offen, so Tissarek, schränkt aber gleichzeitig ein: „Das müssten wir prüfen, wir haben den jeweils spielfreien Vereinen ja schon einen Tag freigegeben. Die sind an dem Termin womöglich jetzt wieder anderweitig verplant.“

Keine Zielvorgabe für Sodingen

Dass der Platz frei bleibt, ist ungewöhnlich – normalerweise hat der SVS nämlich keine Probleme, sein Teilnehmerfeld zu finden. Genau wie im Vorjahr ist die Gruppe der „auswärtigen Teams“ hochkarätig besetzt: Oberligist SpVgg. Erkenschwick, Westfalenliga-Meister und Oberliga-Aufsteiger TSV Marl-Hüls und Westfalenliga-Topclub SC Hassel treffen hier aufeinander. „Die Topvereine sind die ersten, die zusagen“, so Tissarek, „die melden sich von alleine. Das spricht für eine gute Zusammenarbeit und ein Vertrauensverhältnis.“ Und natürlich für die lukrativen, in der Umgebung unübertroffenen Prämien: 3000 Euro gehen an den Sieger, 1000 beziehungsweise 750 Euro an den Zweiten und Dritten.

Am häufigsten die dickste Prämie, und damit auch den Pokal, gewann bislang die SG Wattenscheid 09 – „ein immer gern gesehener Gast“, so Tissarek. „Seit die SGW in der Regionalliga spielt, ist es von den Terminen aber schwierig.“ Die Regionalligasaison beginnt zwei Wochen eher als die Amateurligen. Fünfmal gewann Wattenscheid den Cup bisher, ist damit Rekordsieger. Der SC Westfalia (vier Siege) kann in diesem Jahr gleichziehen.

An den sportlichen Voraussetzungen dürfte die Frohlinder Absage nur wenig geändert haben: Erkenschwick und Titelverteidiger Marl-Hüls sind als klassenhöchste Teams die Turnierfavoriten.

In der Gruppe A spielen, wie schon im vergangenen Jahr, die vier Herner Aushängeschilder gegeneinander: Die Westfalenligisten SC Westfalia und DSC Wanne-Eickel eröffnen das Turnier, danach treffen die Landesligisten Wanne 11 und SV Sodingen aufeinander.

Nachdem die Sodinger Gastgeber im vergangenen Jahr sensationell den SC Westfalia schlugen und erstmals ins Halbfinale einzogen, gibt es in diesem Jahr aber keine Zielvorgabe von der Vereinsführung. Tissarek: „So etwas in der Vorbereitung anzukündigen ist schwierig. Wir gucken, wie weit es geht – vielleicht wieder ins Halbfinale, vielleicht sogar einen Schritt weiter.“ Westfalia, DSC und Wanne 11 werden etwas dagegen haben.

Sechs direkte Herner Duelle sind so garantiert. Diese Gruppenaufteilung, das Modell aus dem Vorjahr habe sich bewährt, findet Sodingens Ehrenpräsident Dr. Veselko Jovanovic: „Die Herner Duelle sind besonders attraktiv für die Zuschauer.“ Zwischen 2500 und 3000 Fans besuchten den Kirmes-Cup zuletzt, die Veranstalter hoffen 2015 auf ähnlichen Zuspruch – für einen Großteil davon sollen die Spieltage der Herner Gruppe sorgen. Klaus Tissarek hofft auf zusätzlichen Zuspruch durch die neue Klassengleichheit von SCW und DSC: „Ich hoffe, die beiden Verein gehen das dementsprechend an und die Zuschauer kommen zahlreich.“

Diese Gruppeneinteilung habe neben dem hohen Zuschauerinteresse noch einen zweiten Vorteil, findet Tissarek. Und das ist die gute Nachricht zum Schluss: „Egal was passiert – zwei Herner Teams stehen im Halbfinale.“