SC Westfalia verpflichtet Ersin Kusakci

Als schnellen Außenbahnspieler verpflichtete der SC Westfalia Ersin Kusakci (l.), hier noch im Trikot von RW Essen.
Als schnellen Außenbahnspieler verpflichtete der SC Westfalia Ersin Kusakci (l.), hier noch im Trikot von RW Essen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zwei der letzten noch offenen Personalien beim SC Westfalia sind geklärt: Ersin Kusakci kommt aus Rhynern, Fatlum Zaskoku wird spielende Co-Trainer.

Noch ist im Kader des SC Westfalia Herne zwar mindestens eine Planstelle unbesetzt, aber eines kann man jetzt schon konstatieren: So chaotisch, wie meist in jüngerer Vergangenheit, ist die Planung für die kommende Saison in der Westfalenliga nicht verlaufen. Im Gegenteil. Wie Holger Wortmann die letzten Personalien abarbeitet, gewinnt man schon den Eindruck, dass der Trainer einen Plan hat, den er ruhig, aber zielgerichtet verfolgt.

Das mag auch daran liegen, dass ihm keiner reinreden kann – schließlich übt Wortmann auch die Funktion des Sportlichen Leiters aus und ist damit für den sportlichen Bereich allein verantwortlich. Einen Teil seiner Aufgaben aber kann er künftig delegieren: Fatlum Zaskoku, erst im Winter aus Wattenscheid gekommen, wird als spielender Co-Trainer wichtiger Ansprechpartner und sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. „Fatlum ist ein erfahrener Spieler, der auch in der Kabine immer positiv ist“, sagt Wortmann über den 27-Jährigen, den er schon in der letzten Rückrunde zum Kapitän machte. „In vielen Gesprächen habe ich festgestellt, dass wir fußballerisch auf derselben Wellenlänge liegen.“ Der zentrale Mittelfeldspieler schlüpft damit in die Rolle, die der zum Wuppertaler SV abgewanderte ehemalige Herner Cheftrainer Manuel Bölstler zuletzt inne hatte.

Besetzt hat Wortmann auch eine der letzten vakanten Positionen in seinem Kader: Von Westfalia Rhynern kommt Ersin Kusakci zum Schloss, der ältere Bruder des früheren Herners Ersan Kusakci. Der 25-Jährige kann beide defensiven Außenbahnen besetzen, aber auch eine Reihe weiter vorn spielen. „Er ist schnell, vielseitig und erfahren“, weiß Wortmann über den Rechtsfuß, der auch schon in Hamm und für RW Ahlen spielte. „Besonders durch seine Flexibilität kann er für uns sehr wertvoll werden.“

Was jetzt noch fehlt, ist ein weiterer Innenverteidiger, möglichst mit Erfahrung. Einige Kandidaten, die Wortmann auf seinem Zettel hatte, haben sich anders entschieden. So ist Alex Thamm beim Oberliga-Aufsteiger TSV Marl-Hüls gelandet, und Tayfun Cakiroglu, der auch schon für den DSC Wanne-Eickel und zuletzt für den TSV Marl-Hüls kickte, hat bei der Hammer SpVg angeheuert. Also muss Wortmann weiter suchen und seine Kontakte spielen lassen. „Aber das ist nicht dramatisch“, findet er. „Mit Jens Grembowietz haben wir ja einen ganz erfahrenen Innenverteidiger, und auch Robin Klaas kann das spielen.“

Zum Trainingsauftakt am nächsten Montag erwartet Wortmann noch einige Probespieler. Vielleicht ist ja auch ein Innenverteidiger dabei, der Wortmann von seiner Qualität überzeugen kann. Offen ist auch noch, ob der von Bünyamin Karagülmez frei gemachte Platz anderweitig besetzt wird. „Ich hätte Bünyamin schon behalten, aber er ist ständig mit neuen Forderungen gekommen. Und Klimmzüge machen wir da nicht, so gut war seine Rückrunde auch nicht“, hat Wortmann das Thema abgehakt.