Rumpel-Tor krönt grandiosen Jahresauftakt

Die Mannchaft dankte den Fans, die Fans dankten der Mannschaft: So feierte Herne den grandiosen 4:3-Sieg über die Moskitos Essen.
Die Mannchaft dankte den Fans, die Fans dankten der Mannschaft: So feierte Herne den grandiosen 4:3-Sieg über die Moskitos Essen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Superstart ins neue Eishockeyjahr: Vor 2448 Zuschauern gewann der Herner EV ein atemberaubendes Derby gegen die Moskitos Essen mit 4:3.

Herner EV -
ESC Moskitos Essen 4:3

Drittelergebnisse: 1:2, 2:1, 1:0.

Tore: 0:1 (0:50), 1:1 (3:11, 5-3) Ackers (Svejda/Kreuzmann), 1:2 (13:24, Penalty), 2:2 (31:57, 5-4) Rumpel (Dreischer/Svejda), 2:3 (35:34, 5-4), 3:3 (36:49, 5-4) Svejda (Kreuzmann/Schneider), 4:3 (40:22, 4-5) Rumpel.

Strafminuten: Herne 10 – Essen 14.

Auf Jakub Rumpel hatten die Herner Fans ihre größten Hoffnungen gesetzt und am Ende machte er den Unterschied! In einem atemberaubenden Schlagabtausch zweier Teams auf Augenhöhe sorgte der slowakische Angreifer am Freitag mit einem Unterzahltor für den ersten Derbysieg des HEV gegen die Moskitos Essen in dieser Saison.

2448 Zuschauer begrüßten das neue Eishockeyjahr mit Saisonrekord am Gysenberg. Der brodelte wie lange nicht mehr und die Akteure kämpften von der ersten Sekunde an verbissen um jeden Quadratzentimeter Eisfläche. Bereits nach 50 Sekunden traf Essens Kapitän Jan Barta ins lange Eck und eröffnete mit dem ersten Schuss des Abends den Kampf der Oberliga-Topscorer. In den mischte sich kurz darauf HEV-Verteidiger Michel Ackers ein, der die Scheibe beim ersten Herner Powerplay ins Tordreieck hämmerte. Als nächster an der Reihe war Essens Aaron McLeod, der bei eigener Unterzahl nur noch penaltyreif gestoppt werden konnte und den fälligen Strafschuss sicher versenkte.

Zum zweiten Mal lag der HEV zurück, doch damit hatte der offene Schlagabtausch erst richtig begonnen. Nach und nach erkämpften sich die Gastgeber die Vorherrschaft und glichen durch Rumpel wieder aus, ehe Schiedsrichter Stefan Franz in der turbulenten Partie kurz die Übersicht verlor. Erst wurde den Moskitos ein Tor aberkannt nach einem Pfiff, den wohl nur der Referee selbst gehört hatte, wenig später gab er einen Essener Treffer, der offenkundig keiner war. Ob Konzessionsentscheidung oder ausgleichende Gerechtigkeit – den HEV schockte auch der dritte Rückstand des Abends nicht und er gab postwendend die Antwort durch Toptorjäger Jiri Svejda.

Mit Herner Unterzahl ging es ins Schlussdrittel, das mit einem Paukenschlag begann. Jakub Rumpel gewann den Zweikampf an der blauen Linie, ging auf und davon und ließ Essens Torwart Christian Wendler keine Chance – der letzte und entscheidende Treffer des Abends mit zwei starken Goalies, die weitere Einschläge trotz vieler gefährlicher Szenen bis zur Schlusssirene verhinderten.

Die ging im Jubel des Herner Anhangs unter. Und während die Mannschaft ihren Keeper Benjamin Voigt unter sich begrub, riefen die Fans nur einen Namen – den von Jakub Rumpel, der vor zwei Wochen in Essen gefehlt und sich diesmal offenbar vorgenommen hatte, mit gefühlt doppelter Eiszeit als der Rest des Teams alles nachzuholen, was er durch seine Sperre am Westbahnhof verpasst hatte.

Hinterher gab es fast nur zufriedene Gesichter, auch bei Gästecoach Frank Gentges: „Der Herner Sieg geht in Ordnung. Es war ein tolles Eishockeyspiel, das intensivste in dieser Saison. Meine Mannschaft hat alles gegeben, was sie konnte.“ HEV-Trainer Frank Petrozza schloss sich an: „Ein Derbysieg ist immer etwas Besonderes. Nur beim 0:1 haben wir geschlafen. Das Unterzahltor zum 4:3 war dann der Knackpunkt.“