Ruhrpott Baskets geht am Ende die Puste aus

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Am Ende eines langen Tages waren sie zufrieden, aber auch erschöpft. Die Ruhrpott Baskets Herne hatten auch ihren „2. Neujahrs-Cup“ prima über die Bühne geschaukelt und konnten sich nach einer rundum gelungenen Veranstaltung über viel positive Rückmeldung freuen.

Fast zehn Stunden lang lieferten sich die zehn Damenteams intensive und teils auch heiß umkämpfte Spiele, bis sich schließlich doch die Favoriten durchgesetzt hatten. Turniersieger wurde Oberligist SE Gevelsberg, der sich im Finale gegen den Ligakonkurrenten VfL AstroStars Bochum mit 29:18 behauptete. Dem ersatzgeschwächten Team des Gastgebers ging nach einer großartigen Vorrunde etwas die Puste aus. So ging das kleine Finale gegen die mit einer Mischung aus Ober- und Landesligaspielerinnen angetretene Mannschaft des ASC 09 Dortmund mit 18:27 verloren.

Schon im Vorfeld wusste RBH-Trainer Heiko Dittinger, dass Kerstin Hlinski (verhindert), Nicole Moschner (Armbruch) und Mareike Muny (Urlaub) nicht dabei sein würden. Als dann aber auch Anne-Kathrin Dach und Verena Taubenberger erkrankt absagten, wurde es langsam eng. Zum Glück sprang Selina Kraft ganz kurzfristig ein, und weil auch Neuzugang Kim Franze ihr Debüt gab, standen Dittinger immerhin neun Damen zur Verfügung.

Zur Improvisation gezwungen

Der nächste Schreck folgte früh morgens in der Halle. Wegen eines Schadens am Hallenboden konnte nicht auf den beiden Außenfeldern gespielt werden. So musste Turnierdirektor Christian Wildt unter Mithilfe des Hausmeisters improvisieren: „Wir haben auf zwei nebeneinander liegenden Querfeldern mit einem Vorhang dazwischen gespielt. Das war nicht optimal, aber da alle zehn Teams sehr unkompliziert waren, konnte das Turnier wie vorgesehen über die Bühne gehen.“

Die RBH-Damen starteten mit einem 25:19 gegen den ASC Dortmund und brachten auch die Partien gegen die AstroStars IV (55:17) und Sterkrade (29:18) sicher auf die Habenseite. Vor dem letzten Gruppenspiel kam trotzdem noch Spannung auf, da Oberligist Iserlohn überraschend gegen Dortmund verloren hatte. Eine hohe Niederlage hätte den RBH-Damen den Weg ins Halbfinale noch verbauen können. Doch in dem hart umkämpften Spiel setzte sich Herne mit 34:30 durch und zog ungeschlagen ins Halbfinale ein.

Langsam aber ließen die Kräfte nach. Gegen die Zonenverteidigung des Oberligisten SE Gevelsberg fand Herne kein geeignetes Mittel, und weil auch aus der Distanz wenig in den Korb fiel, ging die Partie mit 19:24 verloren. Danach war die Luft raus, RBH verpasste durch ein 18:27 gegen Dortmund das Treppchen. „Unter dem Strich können wir mit Platz vier aber zufrieden sein“, sah Dittinger überwiegend Positives.