Revierderby ist für den TTC besonders wichtig

Anton Källberg trifft im Rückspiel gegen Dortmund auf Bottroff und Fadeev.
Anton Källberg trifft im Rückspiel gegen Dortmund auf Bottroff und Fadeev.
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Es ist wieder Derby-Zeit im Tischtennis. Um 14 Uhr beginnt am Sonntag in Dortmund das ewig junge Revierduell zwischen dem BV Borussia und dem TTC Ruhrstadt Herne in der 2. Bundesliga. Anders als sonst findet die Begegnung nicht in der gewohnten BVB-Spielstätte in der Brügmann-Halle, sondern in der Turnhalle der Brukterer Grundschule, Gürtlerstr. 1, 44629 Dortmund, statt.

Sportlich geht es in der Partie nur für die Herner noch um die berühmte Wurst. Als Tabellenvorletzter benötigen sie aus den letzten drei Spielen noch vier Punkte, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Hingegen stehen die Dortmunder nach zuletzt vier Niederlagen in Serie mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf dem sechsten Tabellenplatz und haben weder Chancen nach oben noch Risiken nach unten.

Ex-Herner Helbing und Bottroff

Deshalb gibt man sich im Lager des TTC Ruhrstadt aber keineswegs der Hoffnung hin, von einer womöglich laxen Einstellung der Borussen profitieren zu können. Im Gegenteil wird man es mit einem hochmotivierten schwarz-gelben Quartett zu tun bekommen, das alles daran setzen wird, den ewigen Rivalen zu bezwingen. Insbesondere die beiden Ex-Herner Björn Helbing und Erik Bottroff, die viele Jahre das Trikot der Holthauser getragen haben und deren Abgang von dem einen oder anderen Missklang begleitet war, werden es ihrem alten Club wieder zeigen wollen. Das war auch im Hinspiel schon so, als der übermotivierte Erik Bottroff mit einem Fußtritt auf den Tisch für einen Eklat sorgte und dafür vom Schiedsrichter mit einer im Tischtennis nur sehr selten ausgesprochenen Spielstrafe belegt wurde.

Das Spiel endete damals unetschieden, und auch diesmal geht Ruhrstadt-Geschäftsführer Arthur Schemp von einem ganz knappen Enderegbnis aus: „Obwohl die Dortmunder einige Plätze über uns stehen, gehe ich von einer völlig offenen Begegnung aus. Ich bin vor allem sehr gespannt, wie sich unsere Umstellung auswirken wird, und ob Anton Källberg sich oben gegen Bottroff und Fadeev genauso durchsetzen kann wie im Hinspiel, als er unten Helbing und Qui klar bezwang.“

30-köpfige Vereinsdelegation

Auch das Zuschauerinteresse wird sicherlich wie immer, wenn die beiden Reviervereine die Klingen kreuzen, das sonst übliche, bescheidene Maß weit überschreiten. Für den nötigen Rückhalt der Herner Aktiven wird auf jeden Fall gesorgt sein. Sie reisen mit einer 30-köpfigen Vereinsdelegation zum Nachbarn, und bestimmt wird es auch darüber hinaus etliche Interessierte aus beiden Lagern geben, die sonst nicht zum Besucherstamm zählen, sich aber diesen TT-Evergreen nicht entgehen lassen wollen