Rene Stüven für die U 23-WM nominiert

Vierer ohne mit Rene Stüven (im Bug.)
Vierer ohne mit Rene Stüven (im Bug.)
Foto: Detlev Seyb
Was wir bereits wissen
Die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft in Köln ist für RVE-Ruderer Rene Stüven nur Zwischenstation auf dem Weg zur U23-WM.

Es war ein schleppender Saisonstart. Der Zweier lief nicht rund. Dennoch bekam Rene Stüven vom RV Emscher Wanne-Eickel im Mai die Kurve und schaffte schließlich Anfang Juni auf der Internationalen Regatta in Ratzeburg die Qualifikation zur U 23-Weltmeisterschaft der Ruderer im bulgarischen Plovdiv (Ende Juli).

Es wird seine dritte und zugleich altersbedingt letzte Teilnahme sein, nachdem er schon 2013 (6. Platz) und 2014 (4. Platz) im Achter vertreten war. Diesmal wird er mit Zweier-Partner Marc Leske, Finn Knüppel, Jacob Schulte-Bockholt und Steuermann Felix Heinemann im gesteuerten Vierer an den Start gehen. „Ich wäre natürlich gerne wieder Achter gefahren“, sagt Stüven, der mit überzeugenden 5:58 Minuten auf dem Ruder-Ergometer auch eine reelle Chance gehabt hätte. „Aber da der Zweier überhaupt nicht lief und wir erst durch eine gute Vierer-Leistung in Essen wieder ins Rennen kamen, kann ich sagen, dass es letztlich für uns glimpflich verlaufen ist.“ Es hätte eben auch ganz anders kommen können.

Die Zeit zwischen Deutscher Kleinbootmeisterschaft (Zweier-Überprüfung) Mitte April und der Nominierungsregatta Anfang Juni in Ratzeburg war diesmal so knapp wie noch nie. Früher wurde erst auf den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften nominiert, die an diesem Wochenende in Köln stattfinden. Doch nach dem eher durchwachsenen Abschneiden auf der U23-WM in Varese vor einem Jahr entschied sich der Deutsche Ruderverband für eine frühere Nominierung. Das Nationalteam soll sich länger einfahren, um gegen die immer stärker werdende internationale Konkurrenz in diesem Altersbereich wieder durchweg bestehen zu können.

Ein Teil der U 23-Nationalmannschaft hat jetzt sogar am Weltcup in Varese teilgenommen, um Erfahrung zu sammeln. Der Vierer mit Steuermann bereitete sich derweil daheim intensiv auf die Titelkämpfe in Plovdiv vor. Die Meisterschaften in Köln sind eher eine Durchgangsstation. Natürlich werde erwartet, dass der Vierer um Rene Stüven auch Deutscher U 23-Meister wird. Und wenn nicht? „Das wird an der Nominierung nichts ändern, aber wenn wir verlieren, würden wir sicher reichlich Ärger vom Trainer bekommen“, meint Rene Stüven.

Zum Regatta-Ende wird der Ruderer vom Westhafen auch noch in den Achter steigen. Die für die U 23-WM nominierten Vierer „ohne“ und „mit“ werden dann gemeinsam dem U 23-Nationalachter auf den Zahn fühlen, der sich am vergangenen Wochenende beim Weltcup prächtig verkauft hat und sogar ins Finale einzog. „Der Achter hatte in diesem Jahr bei der Besetzung Priorität“, so Stüven, „dementsprechend sind wir in diesem Rennen erst einmal Außenseiter.“