Reisestress und harte Gegner

David McBeath ist mit dem TTC Ruhrstadt Herne im Doppeleinsatz.
David McBeath ist mit dem TTC Ruhrstadt Herne im Doppeleinsatz.
Foto: FUNKE Foto Services

Gleich mit einem Doppelspieltag startet der TTC Ruhrstadt Herne in die Rückrunde der 2. Tischtennis-Bundesliga. Dazu muss er am Samstag um 19.30 Uhr vor den Toren Münchens gegen den TuS Fürstenfeldbruck und am nächsten Tag um 15 Uhr bei Karlsruhe gegen den ASV Grünwettersbach antreten.

Für Dragan Subotic, Petko Gabrovski und David Mc Beath, die über die Feiertage den Akku in ihren Heimatorten auftanken konnten, beginnt das anstrengende Wochenende an diesem Freitag mit dem Flug nach Düsseldorf. Nach der Übernachtung im vereinseigenen Sporthotel der Ruhrstadtarena fahren sie früh am anderen Morgen mit dem Auto nach Fürstenfeldbruck. In Ulm wird Anton Källberg zusteigen, der bereits seit einigen Tagen wieder in Ochsenhausen trainiert. Nach dem Spiel geht es dann in der Nacht zurück zu einem Hotel auf dem Weg nach Grünwettersbach und von da am nächsten Morgen weiter zum Spielort.

Eine halbwegs zuverlässige Prognose über die Chancen der Herner abzugeben, fällt schwer. Am wenigsten hilft dabei die Tabelle. Ginge man nach ihr, stünden die Aussichten gegen den Achten Fürstenfeldbruck bei weitem besser als beim Zweiten Grünwettersbach. Für Ruhrstadt-Geschäftsführer Arthur Schemp ist aber der Ausgang beider Partien gleich offen: „Gegen Grünwettersbach haben wir nur deshalb einen Punkt abgegeben, weil wir beide Doppel unglücklich im fünften Satz verloren haben. Fürstenfeldbruck ist aber nur deshalb so abgerutscht, weil er die letzten drei Spiele, die allesamt hoch verloren wurden, ohne seinen Taiwanesen Lee bestreiten musste. Der wird aber wie bei unserer 3:6-Niederlage im Hinspiel gegen uns wieder dabei sein.“

Das Topspiel: Lee gegen Källberg

Tatsächlich sind die Bayern mit ihrer Nummer eins, die mit 10:2 eine Bombenbilanz aufweist und als Einziger in seinem Team positiv steht, um Längen besser. Er bekommt es aber mit Anton Källberg zu tun, der am unteren Paarkreuz mit 11:0 noch erfolgreicher war. Das Duell zwischen diesen beiden wird zweifellos der sportliche Höhepunkt der Begegnung und vielleicht auch das Schlüsselspiel sein.

Die vielleicht spannendste Frage vor diesem Wochenende aber ist, wie der TTC Ruhrstadt mit seiner veränderten Aufstellung zurecht kommt. Arthur Schemp ist da sehr zuversichtlich: „Ich glaube, dass Anton auch oben seine Punkte machen wird und Petko seine mentale Blockade mit zuletzt vielen unglücklichen Niederlagen im unteren Paarkreuz überwinden wird. Außerdem werden wir in Fürstenfeldbruck einen anderen David Mc Beath sehen als im Hinspiel, wo er krank war. Drei bis vier Punkte aus beiden Spielen sollten deshalb für uns möglich sein.“