Reise nach Halle gerät zum Horrortrip

Zu schlechter Letzt knallte Hernes Topscorer Jakub Rumpel auch noch in die Bande und musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch vom Eis – es war das böse Ende eines Horrortrips nach halle.
Zu schlechter Letzt knallte Hernes Topscorer Jakub Rumpel auch noch in die Bande und musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch vom Eis – es war das böse Ende eines Horrortrips nach halle.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das war ein schwarzer Freitag für den HEV. In Halle verloren die Herner nach neunstündiger Anfahrt mit 2:3 und beklagten eine Verletzung von Jakub Rumpel.

Saale Bulls Halle -
Herner EV 3:2

Drittelergebnisse: 3:0, 0:1, 0:1.

Tore: 1:0 (0:14), 2:0 (14:51), 3:0 (17:42), 3:1 (35:53, 5-4) Nieberle (Luft/Scharfenort), 3:2 (52:40) Svejda (Rumpel/Ackers).

Strafminuten: Halle 18 – Herne 20 plus 10 (Ackers).

Einen wahren Horror-Trip erlebte der HEV am Freitag vor und während der Auswärtspartie beim Ost-Vizemeister Saale Bulls Halle. Nach wetterbedingtem Verkehrschaos und neunstündiger Anreise begann die Begegnung erst mit 90-minütiger Verspätung und endete mit der zweiten knappen Endrundenniederlage für die Gysenberger. Hinzu kam eine vermutlich folgenschwere Verletzung von Jakub Rumpel.

Rumpel droht das Saisonende

Der Herner Topstürmer krachte kurz vor Spielende nach einem Check unsanft in die Bande und musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch vom Eis. Sollte sich die erste Diagnose bei einer genaueren Untersuchung am heutigen Montag bestätigen, wäre die Saison für den 28-jährigen Slowaken beendet.

Während 1017 Zuschauer im Sparkassen-Eisdom in Halle froh waren, dass die Partie nach langer Geduldsprobe überhaupt ausgetragen werden konnte, kam es 100 Kilometer südwestlich sogar zur Absage. Weil der Essener Mannschaftsbus den Kampf gegen Wetter und Verkehr verlor, musste das Spiel der Moskitos in Erfurt auf einen späteren Termin verschoben werden.

In Halle kam der HEV kalt aufs Eis und wurde ebenso kalt erwischt. Bereits nach 14 Sekunden traf Topscorer Matt Abercrombie zur Führung für die Gastgeber, die ihren Vorsprung im 600. Spiel der Vereinsgeschichte bis zur Drittelpause auf 3:0 ausbauten. Erst kurz zuvor am Spielort eingetroffen waren Dominik Luft, Damian Schneider und Thomas Dreischer, die berufsbedingt mit dem Privat-Pkw angereist waren. „Im ersten Drittel waren wir nicht da, die Beine noch im Bus“, kommentierte HEV-Mannschaftsführer Patrick Walter den verkorksten Start.

Endlich komplett lief es für die Gäste deutlich besser. Nach und nach gewann der HEV die Oberhand und nahm den starken Bulls-Goalie Patrick Glatzel zunehmend unter Beschuss. Heraus kam der Anschlusstreffer durch Christian Nieberle, der den Grün-Weiß-Roten gegen immer weiter abbauende Sachsen-Anhaltiner neue Hoffnung gab.

HEV-Fans sehen nur den Schlussspurt

Im letzten Abschnitt spielten schließlich nur noch die Gäste, angefeuert von 60 Anhängern, die erst jetzt den Eisdom erreicht hatten. Noch rechtzeitig zum 3:2 durch Jiri Svejda, doch weitere Tore bekamen die staugestressten Herner Fans nicht zu sehen. Auch der sechste Feldspieler in der Schlussminute änderte an der unglücklichen Niederlage nichts mehr. Ob der HEV sein leeres Punktekonto am nächsten Freitag aufbessern kann, scheint fraglich. Dann geht es zum Westmeister nach Duisburg.