Polenz erwartet ein enges Match

An Position sechs wird beim TC Parkhaus Tobias Siechau aufschlagen, der im Einzel noch ungeschlagen ist.
An Position sechs wird beim TC Parkhaus Tobias Siechau aufschlagen, der im Einzel noch ungeschlagen ist.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Was wir bereits wissen
Beim THC Ahrensburg treten die Herren 30 des TC Parkhaus an diesem Samstag an. Der Gewinner hat den Klassenerhalt fast sicher.

Der hart erkämpfte 5:4-Heimsieg über den RTHC Bayer Leverksuen vom letzten Samstag eröffnet den Herren 30 des TC Parkhaus Wanne-Eickel beste Chancen, auch im nächsten Jahr wieder in der Tennis-Bundesliga aufschlagen zu dürfen. Endgültig festgezurrt ist der Klassenerhalt jedoch noch nicht. Dazu bedarf es noch eines dritten Sieges aus den letzten beiden Spielen, und den wollen die Eickeler gern schon an diesem Samstag aus Ahrensburg mitbringen, einer Kleinstadt im Südosten Schleswig-Holsteins.

Um 13 Uhr empfängt dort der Tennis- und Hockey-Club Ahrensburg seinen Gegner aus dem Ruhrgebiet, und auch für die Gastgeber steht eine Menge auf dem Spiel. Sie haben zwar überraschend in Köln mit 5:4 gewonnen, sind durch ein 3:6 gegen den ETB SW Essen aber mit nunmehr 2:4 Punkten auf den vorletzten Platz abgerutscht. Anders als der TCP (4. Platz/4:4 Punkte) haben die Norddeutschen aber noch drei Spiele zu bestreiten, darunter das Derby beim abgeschlagene Schlusslicht Uhlenhorst Hamburg. Auch für sie wäre ein Erfolg über den TC Parkhaus fast schon gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Deshalb richten sich die Eickeler auf ein ganz spannendes und enges Match ein, das vielleicht auch durch Glück und Nervenstärke entschieden wird.

Nur Pruchniewski muss passen

Die Eickeler haben sich jedenfalls gewissenhaft vorbereitet und reisen in bestmöglicher Besetzung an. Fehlen wird weiterhin Cederic Pruchniewski, der an einem Fersensporn leidet. „Wenn es drauf ankommt und er grünes Licht gibt, können wir Cederic vielleicht im letzten Spiel gegen Essen noch einsetzen“, kündigt Parkhaus-Teamchef Niels Polenz an. „Ich hoffe aber, dass wir schon an diesem Wochenende alles klarmachen können.“

Von einer Favoritenstellung seines Teams, wie es die LK-Zugehörigkeit der Spieler nahe legt, will Polenz nichts wissen. „Das hat in der Bundesliga überhaupt keine Aussagekraft. Für mich ist Ahrensburg ganz schwer einzuschätzen.“

An Position eins bieten die Gastgeber den Chilenen Felipe Parada auf, der bislang recht gute Ergebnisse erzielt und den für Köln spielenden Spanier Roberto Menendez sogar geschlagen hat. In seiner besten Zeit stand Parada auf Rang 394 der ATP-Weltrangliste und damit deutlich höher als Tero Vilen, der das TCP-Team anführt. Der Finne muss schon einen sehr guten Tag erwischen, um sich gegen den zwei Jahre jüngeren Chilenen zu behaupten.

Mit Kasper Warming wird sich Marc Senkbeil an Position zwei messen müssen. Nach seinem tollen Erfolg über Benjamin Kohllöffel ist Senkbeil auch gegen den noch sieglosen Dänen etwas zuzutrauen. Dagegen dürfte es Björn Berg schwer haben, seinen ersten Einzelsieg zu feiern. Er trifft wahrscheinlich auf Michael Jeglinski, der im Vorjahr TCP-Spitzenspieler Ferran Ventura einen Satz abgeknöpft hat. Aber auch dieses Match muss erst gespielt werden. Mit etwas Glück können die Eickeler schon heute Abend den Klassenerhalt feiern.