Planungen beim HEV schreiten voran

Verlässt den Herner Kasten: Benjamin Voigt war in den meisten seiner 76 Spiele für den HEV ein starker Rückhalt.
Verlässt den Herner Kasten: Benjamin Voigt war in den meisten seiner 76 Spiele für den HEV ein starker Rückhalt.
Foto: WAZ FotoPool

Torhüter Benjamin Voigt verlässt den Herner EV. Der 33-jährige Goalie kam Anfang 2013 von den Hammer Eisbären zum Gysenberg und brachte es seitdem auf 76 Einsätze für die Grün-Weiß-Roten. „Ich bedanke mich bei allen für die gemeinsame Zeit und wünsche dem Verein nur das Beste für die Zukunft“, verabschiedete sich der gebürtige Schongauer. Sein Torwartduo für die kommende Saison will der Eishockey-Oberligist seinen Fans bereits an diesem Mittwoch um 19 Uhr im Penalty-Treff der Gysenberghalle vorstellen.

Neuer Trainer für den Nachwuchs

Während bis dahin also munter spekuliert werden darf, steht ein weiterer Neuzugang fest. Mit Martin Novàk verpflichtete der HEV einen hauptamtlichen Nachwuchstrainer, der die Ausbildungsschule am Gysenberg verbessern und die einzelnen Talente intensiver fördern soll.

Am nötigen Wissen fehlt es dem Tschechen nicht. 2005 beendete Novàk sein Studium der Sportwissenschaften an der traditionsreichen Prager Karls-Universität mit dem Master-Abschluss. Schwerpunkte waren Pädagogik und Eishockeytraining – eine Kombination aus Theorie und Praxis, die nun an den Herner Nachwuchs weitergegeben werden soll. „Ich konzentriere mich beim Training vor allem auf das Laufen und die individuellen Stärken der Spieler“, erklärt Novàk seine Arbeitsweise.

Für den HEV-Vorsitzenden Frank Schäfer ist Novàks Verpflichtung ein großer Gewinn: „Mit ihm als hauptamtlichem Trainer bekommen wir mehr Struktur in die gesamte Trainings- und Ausbildungsarbeit des Vereins. Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Perspektive zu bieten, in Herne sämtliche Mannschaften zu durchlaufen und am Ende Bestandteil des Seniorenteams zu werden.“

Oberliga-Modus weiter ungeklärt

Keinen Beschluss gibt es dagegen in Sachen Oberliga-Modus für die neue Saison. Nach wie vor gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Deutschen Eishockey-Bund und dem Landesverband NRW, der seine Hoheit über die Oberliga West so lange wie möglich behalten will. Vereinbart war die Einführung einer gemeinsamen Oberliga Nord zur Saison 2017/18, die sportliche Entwicklung in den einzelnen Staffeln macht nach DEB-Ansicht jedoch einen früheren Zusammenschluss erforderlich.

Auch ein Kompromiss, mit dem die meisten betroffenen Vereine einverstanden wären, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Danach würden die vier oder sechs besten Westvereine nach einer LEV-geführten Vorrunde mit den besten Nordclubs verzahnen – von da an schon unter dem Dach des Deutschen Eishockey-Bundes. Ab der Spielzeit 2016/17 wäre der Landesverband NRW nach diesem Modell nur noch von der West-Regionalliga an abwärts zuständig.