Piotrowski hofft auf Herner Fans in Oberhausen

Ireti Amojos Einsatz ist unsicher, Marek Piotrowski will auf keinen Fall ein Risiko eingehen.
Ireti Amojos Einsatz ist unsicher, Marek Piotrowski will auf keinen Fall ein Risiko eingehen.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Herner TC tritt als Favorit zum Derby in Oberhausen an. Die Gastgeber verloren in der Liga zuletzt vier Mal in Serie und stecken in der Abstiegszone. Trotzdem warnt HTC-Coach Marek Piotrowski vor dem Gegner.

Die Vorzeichen vor dem Ruhrpottderby sind eindeutig: Während der Herner TC in der Spitzengruppe steht und zuletzt viermal in Folge gewinnen konnte (drei Mal Liga plus Pokal), steht Gegner und Gastgeber Oberhausen nach vier Liga-Niederlagen mit dem Rücken zur Wand. Fünf Plätze und zwölf Punkte hinter dem HTC stecken die Evo New Baskets im Abstiegssumpf. Das Hinspiel entschied der HTC mit 81:57 für sich.

„Irrelevant“ findet HTC-Headcoach Marek Piotrowski das alles: „Es ist ein Derby, in der vollen Halle werden sehr viele Emotionen im Spiel sein, so ein Spiel hat seine eigenen Regeln. Es wird auch darauf ankommen, was die Schiedsrichter erlauben.“ Er freue sich auf dieses Auswärtsspiel, denn: „Es ist nicht weit weg. Ich hoffe, es kommen auch einige Herner Fans.“

Er will dafür sorgen, dass seine Spielerinnen am Samstag (19 Uhr, Willy-Jürissen-Halle, Lothringer Str. 75) von Anfang hellwach auf dem Parkett stehen, denn NBO ist für seine Blitzstarts bekannt: „Sie haben oft nach wenigen Minuten mit 10 Punkten geführt. Sie starten direkt im fünften Gang, dann fängt der Motor an zu stottern.“ Oberhausen werde Tempo machen, viele Fastbreaks spielen. Schon im Hinspiel habe sein Team sich „eine gute halbe Stunde schwergetan“, jetzt werde es noch schwerer: „Sie funktionieren jetzt besser, können jetzt über 40 Minuten gehen.“ Überhaupt sei Oberhausen stärker als die Tabelle verrät: „Die Mannschaft musste vor der Saison komplett neu zusammenfinden, dann gab es Verletzungssorgen.“ Auch vor diesem Derby bangt Oberhausen gleich um drei Spielerinnen, Hernes „Magier“ will sich davon aber nicht beirren lassen: „Das sind die üblichen Spielchen. Ich bin sicher, dass sie mit allen Spielerinnen antreten werden, die zur Verfügung stehen. Oberhausen will und braucht die Punkte dringend.“

Kein Risiko bei Amojo

Dringender auf jeden Fall als der HTC. Ob die angeschlagene Ireti Amojo spielen kann, sollte sich zwar erst nach dem Abschlusstraining entschieden, aber: „Wie gehen kein Risiko ein. Wir haben uns in der Tabelle ein Polster erspielt, so dass wir uns erlauben können, sie nicht einzusetzen.“ Außerdem habe man auch so gute deutsche Spielerinnen, wie man gegen Chemnitz gezeigt habe, als Amojo ausfiel.