Perfekter Start für Herner Triathlon Team 11

Die Mannschaft im Ziel von links: Bastian Grund, Sven Abbing, Maik Bernhardt, Kolja Milobinski.
Die Mannschaft im Ziel von links: Bastian Grund, Sven Abbing, Maik Bernhardt, Kolja Milobinski.
Foto: Dietz/HTT11
Was wir bereits wissen
Vor dem ersten Start in der NRW-Liga wusste Aufsteiger HTT11 nicht so recht, wo die Mannschaft steht. Jetzt ist klar: Im Optimalfall ziemlich weit vorne.

Wo stehen wir? Wie gut sind wir? Können wir mithalten? Große Fragezeichen beim Herner Triathlon Team 11 vor dem ersten Start als Aufsteiger in der NRW-Liga.

Über die Kurzdistanz in Harsewinkel lieferte das Team die passenden Antworten: Wo stehen wir? Ziemlich weit vorne. Wie gut sind wir? So gut wie noch nie. Können wir mithalten? Mehr als das.

Doch von vorne: Gleicher Ort, fast das gleiche Team. Im vergangenen Jahr hatten Maik Bernhardt, Sven Abbing, Bastian Grund und Fuad Rugovac in Harsewinkel gemeinsam den ersten Platz gemacht, mit Neuzugang Kolja Milobinski aus Witten statt Rugovac ging die Mannschaft auf die Strecke.

Aufholjagd auf der Radstrecke

Die zwanzig 50-Meterbahnen im Harsewinkeler Freibad waren hart, die starken Schwimmer vom Kölner Triathlonverein übernahmen direkt die Führung. Die Herner folgten gemeinsam, zogen und schoben sich gegenseitig, lagen aber trotzdem zwei Minuten zurück, bis ihre Lieblingsdisziplin anstand: Radfahren.

Kapitän Maik Bernhardt zog Sven Abbing mit auf eine 40 Kilometer lange, mitreißende Verfolgungsjagd. Nach der Hälfte der Strecke betrug der Rückstand auf die Spitze nur noch eine Minute, Kolja Milobinski hielt sich im Verfolgerfeld, nur Bastian Grund musste bei den harten Bedingungen abreißen lassen. „Das Radfahren war ein Windböenfestival“, sagte HTT11-Sprecher Kalle Dietz nachher. „Bastian hat bravourös gekämpft, er wusste, dass er als guter Läufer am Ende noch Plätze gut machen würde.“ Als Bernhardt und Abbing die Kölner Ex-Profis und Bundesligastarter Niclas Bock und Sebastian Zeller einfingen, deutete sich eine Überraschung an.

20 Sekunden fehlen Bernhardt

Stefan Werner vom Bocholter SV, ehemaliger Amateurweltmeister beim Ironman auf Hawaii, ging mit 80 Sekunden vor Bernhardt und Abbing auf den abschließenden 10-Kilometer-Lauf, bei dem die Herner voll überzeugten. Grund machte wie erwartet Platz um Platz gut, auch Milobinski und Abbing sammelten einige Konkurrenten auf der Strecke ein.

Alle bis auf einen überholte sogar Maik Bernhardt: Zwanzig Sekunden fehlten ihm am Ende auf Stefan Werner, er lief als Zweiter durchs Ziel. Abbing wurde Gesamtvierter, auch Milobinski (24.) und Grund (61.) kamen auf guten Plätzen ins Ziel.

Kalle Dietz war stolz: „Kolja ist mit vier Minuten Rückstand 24. geworden, da sieht man die Leistungsdichte der Liga. Und Bastian hat seine Aufstellung beim Laufen gerechtfertigt.“ Grund lief die letzten Kilometer mit aufgrund der Anstrengung blutiger Nase, ebenso wie seine Teamkameraden holte er alles raus – gemeinsam durften sie über Platz zwei in der Mannschaftswertung jubeln, völlig ausgepumpt zwar, aber mehr als glücklich.

Genau wie Dietz: „Das war eine überzeugende Mannschaftsleistung mit einem hart umkämpften Ergebnis, wir haben uns Platz zwei verdient.“ Es sei wichtig gewesen, gut in die Saison zu kommen, das sei zu hundert Prozent gelungen.

Dietz hatte sofort „Appetit auf mehr“. In knapp drei Wochen ist es soweit: Am 21. Juni in Steinbeck geht es wieder auf die Kurzdistanz. Dort gilt es, die gute Leistung zu bestätigen und einen weiteren Schritt in Richtung des insgeheim erhofften nächsten Aufstiegs zu machen.

Aus den großen Fragezeichen ist bis dahin ein dickes Asurufezeichen geworden.