Mit Hasenohren und Puschelschwanz

Hinterm Hasen rasen: Rebekka Zimmermann ließ sich von Roland Steinmetz zu eier starken zeit ziehen.
Hinterm Hasen rasen: Rebekka Zimmermann ließ sich von Roland Steinmetz zu eier starken zeit ziehen.
Foto: FUNKE Foto Services

Anderthalb Stunden vor dem 10km-Hauptlauf schickte der Wanne-Eickeler Klaus Peter Grunwald, einer der Chefstarter im DLV, 256 Teilnehmer auf die halb so lange Strecke – auch hier mischten sich Topathleten und Hobbyläufer zu einem bunten Feld, das sich schon kurz nach dem Start weit auseinanderzog. An der Spitze lieferten sich zwei Vereinskameraden vom USC Bochum ein packendes Duell: Am Ende konnte sich der 18-jährige Arnim Grothe lösen und lief in 16:01 Minuten gut 100 Meter vor Michel Buecker (16:18) als Sieger ins Ziel. Leon Straub von der LG Olympia Dortmund hatte als Dritter bereits mehr als eine Minute Rückstand auf den Sieger. Schnellste Frau war in 20:07 Minuten Ricarda Schlimniat (TuS Xanten) vor Zoe Straub (LGO Dortmund/20:23).

Sieger aber waren auch viele andere – nicht nur jene, die in ihren Altersklassen ganz vorne landeten. Gewonnen hat jeder, der sein ganz persönliches Ziel erreicht hat. Auch Hans Basinski vom BTC Herne hat es mal wieder geschafft. Der Baukauer Dauer(b)renner, der beim Silvesterlauf nur einmal in 38 Jahren fehlte, war mit 79 Jahren zusammen mit Klaus Steinmeier der Älteste im Feld und schaffte die fünf Kilometer in 46:40 Minuten.

Für die halbe Strecke hatte diesmal auch der Herner Roland Steinmetz gemeldet, in der ersten Hälfte der 2000-er Jahre einer der Topläufer im 10km-Feld. Er hat sein Training inzwischen deutlich reduziert – hatte aber nach knapp 18 Minuten Laufzeit und Platz acht noch genug Sprit im Tank, um für den „Zehner“ nachzumelden. Aufgehübscht mit Hasenohren und Puschelschwanz, machte er für eine Vereinskameradin vom Triathlon Team Witten den Hasen. Mit Erfolg. Rebekka Zimmermann verbesserte sich enorm und wurde starke Sechste.