Knappe Niederlage gegen Duisburg

Herner EV -
EV Duisburg 2:3

Drittelergebnisse: 1:0, 1:3, 0:0.

Tore: 1:0 (18:59, 5-4) Dreischer (Ackers/Svejda), 1:1 (27:46), 1:2 (32:57), 1:3 (34:44), 2:3 (38:06) Schneider (Hauptig/Brinkmann).

Strafminuten: Herne 10 plus 10 (Kreuzmann) - Duisburg 14 plus 10.

Enge Spiele zwischen Herne und Duisburg waren in den letzten beiden Jahren die Regel und davon gab es auch am Sonntag Abend keine Ausnahme. Vor 1360 Zuschauern lieferte der Tabellenzweite dem Meister der Oberliga West auch ohne seinen verletzten Topstürmer Jakub Rumpel einen großen Kampf und musste sich für die erst zweite Heimniederlage der laufenden Saison am Ende nicht schämen.

Für Jakub Rumpel hatte HEV-Trainer Frank Petrozza Christian Nieberle in die erste Sturmreihe beordert, doch die hatte in dieser Formation nicht die Durchschlagskraft, die für eine weitere Überraschung gegen die Übermannschaft der Liga nötig gewesen wäre. Also musste das Kollektiv seine kämpferischen Qualitäten in die Waagschale werfen, um dem spielerisch überlegenen Favoriten die Aufgabe so schwer wie möglich zu machen.

Das gelang zunächst auch gut. Duisburg hatte wie erwartet mehr vom Spiel, doch die HEV-Defensive machte im ersten Drittel geschickt die Räume eng und konnte sich zudem auf einen blendend aufgelegten Benjamin Voigt im Tor verlassen. Die Gäste kamen nicht oft in gute Schussposition und gerieten kurz vor Drittelende zum vierten Mal in der laufenden Saison gegen den HEV mit 0:1 in Rückstand. Bei einem Herner Powerplay stand Thomas Dreischer am langen Pfosten goldrichtig und netzte zur Pausenführung für den Außenseiter ein.

Gästecoach Matthias Roos konnte mit dem Auftaktdrittel nicht zufrieden sein und sah einen klar besseren zweiten Abschnitt seines Teams. Das steigerte jetzt das Tempo, zwang den HEV immer wieder zu kleinen Fehlern und nutzte diese auch. Innerhalb weniger Minuten hieß es 1:3 - konnten die Gysenberger noch einmal zurück kommen?

Sie konnten, obwohl Damian Schneider einen Penalty vergab. Nur acht Sekunden später erzwang die Herner Nummer 20 noch mit Wut im Bauch über die verpasste Chance doch das Anschlusstor und gab damit die Richtung für das Schlussdrittel vor.

Hier suchten die Füchse die Entscheidung, doch die besseren Chancen in der Schlussphase hatte der HEV. Den Herner Fans erstarb der Torschrei auf den Lippen, als Jiri Svejdas Gewaltschuss in der letzten Spielsekunde an die Latte krachte - es wäre ein glücklicher, aber auch nicht unverdienter Ausgleich gewesen.