Kein Abschiedsgeschenk für Stroetzel

FC Iserlohn - DSC Wanne Eickel
FC Iserlohn - DSC Wanne Eickel
Foto: IKZ
Durch eine 1:3-Niederlage in Iserlohn rutschte der DSC Wanne-Eickel in der Abschlusstabelle der Westfalenliga noch auf den vierten Platz ab.

FC Iserlohn -
DSC Wanne-Eickel 3:1

Tore: 0:1 (4.) Esen, 1:1, 2:1 (58./75.) Nweke, 3:1 (86.) Ernst.

DSC: Johns - Rathmann, Nolte, Melchner 880. Lang), Niedzicki - Lorenzen, Greitemann – Sommer, Rios - Aydin, Esen.

Gelb/Rote Karten: Rathmann (DSC/71.), Esen (DSC/80.).

Auch wenn es beim Saisonfinale in Iserlohn um nichts mehr ging – ein ehrgeiziger Trainer wie Martin Stroetzel hätte sich zu seinem Abschied vom DSC Wanne-Eickel eine andere Vorstellung, vor allem aber ein anderes Ergebnis gewünscht. Nur eine Halbzeit lang lief es für die Gäste im Hemberg-Stadion recht ordentlich. „Danach haben wir uns durch einen katastrophalen Fehler mal wieder selbst den Zahn gezogen“, ärgerte sich Stroetzel über eine vermeidbare Niederlage, die den DSC in der Abschlusstabelle vom dritten auf den vierten Rang abrutschen ließ.

Die Partie hatte noch gar nicht recht begonnen, da lagen die Gelb-Schwarzen bereits vorne. Semih Esen hatte wenig Mühe, einen schön vorgetragenen Angriff mit dem Führungstor zu veredeln (4.). Das spielte dem DSC in die Karten. Gestützt auf die beste Abwehr der Liga, konnten die Gäste nun aus einer soliden Grundordnung auf Fehler des Gegners warten und ein Konterspiel aufziehen. Beinahe mit Erfolg. Bei einigen Distanzschüssen hätte das 0:2 fallen können, bei Tugrul Aydins abgefälschtem Freistoß fast sogar müssen. Doch mit einer glänzenden Reaktion machte FC-Keeper Daniel Dreesen diese Chance zunichte.

Nach der Pause erhöhte Iserlohn den Druck – und schon machte der DSC einen folgenreichen Fehler. Einen eigenen Freistoß spielten die Gäste Iserlohns Angreifer Nweke in die Füße, der hatte freie Bahn und ließ Marcel Johns keine Chance. Es war der Anfang vom Ende. In der 71. Minute handelte sich Marvin Rathmann die Ampelkarte ein, vier Minuten später war erneut Nweke zur Stelle, und als dann auch noch Semih Esen vorzeitig duschen musste, war das Ding durch. Das späte 3:1 tat dann nichts mehr zur Sache.