Jetzt lockt die 2. Bundesliga

Die Aufsteiger (v. l.) Fuad Rugovac, Sven Abbing, Bastian Grund und Maik Bernhardt.
Die Aufsteiger (v. l.) Fuad Rugovac, Sven Abbing, Bastian Grund und Maik Bernhardt.
Foto: HTT11

Nach vier Aufstiegen in Folge ist das Herner Triathlon Team 11 in der höchsten Amateurklasse, der NRW-Liga, angekommen. Das soll aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Jetzt möchte sich die erste Mannschaft des jungen Vereins einen Traum erfüllen: den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Durch die Erfolge der letzten Jahre ist der HTT11 auch für Triathleten anderer Clubs und für Neuanfänger interessant geworden. Das führte dazu, dass in der neuen Saison zum ersten Mal eine Damenmannschaft an den Start gehen wird. „Natürlich ohne großen Leistungsdruck, aber schon mit Ambitionen, eventuell vorne dabei zu sein“, sagt Pressesprecher Kalle Dietz. Die Premiere der Damen ist mit Platz zehn am Wochenende in Gütersloh jedenfalls gelungen.

Mehr Optionen für das Team

Auch Landesligamannschaft sowie ein Senioren- und ein Masterteam schickt der HTT11 in der neuen Saison wieder ins Rennen. Das Aushängeschild des Herner Triathlon Team 11 ist aber wieder die 1. Mannschaft. Zu den erfahrenen Haudegen der letzten vier Jahre, Maik Bernhardt, Sven Abbing, Fuad Rugovac und Bastian Grund, sind drei weitere Top-Triathleten hinzugekommen: Hendrik Becker war bereits für mehrere Vereine in der 2. Bundesliga unterwegs, Tolger Arnhold siegte 2013 beim Viva West Marathon auf der Halbdistanz, und Kolja Milobinski, Lauftrainer des HTT11, war im letztes Jahr noch bei der TG Witten in der 2. Liga im Einsatz. Sie werden zwar nicht bei jedem Rennen dabei sein, aber mit den Neuzugängen verfügt die Mannschaft über mehrere Optionen und kann unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Distanzen die besten Athleten wettkampfspezifisch besser einsetzen.

Bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende in Kleve präsentierten sich zwei Mitglieder des Teams schon in Topform. Über die Sprintdistanz (500 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen) siegte Kolja Milobinski in 00:59:45 Stunden vor Tolger Arnhold in 1:00:36 Stunden.

Kapitän Maik Bernhardt blickt der neuen Saison zuversichtlich entgegen: „Ja, wir wollen schauen, ob es uns als Team gelingt, oben ein Wörtchen mitzusprechen. Ob es tatsächlich möglich ist, werden wir sicherlich schon beim ersten Start in Harsewinkel am 31. Mai feststellen. Wir haben den ganzen Winter und den halben Frühling viel dafür getan und freuen uns jetzt, das es endlich losgeht. In der Breite des Kaders haben wir uns verbessert. Und auch für manchen Sprint sind wir besser aufgestellt sind als letztes Jahr. Wenn dann Aufstieg in Sichtweise wäre, würden wir sicherlich nicht nein sagen. Und die Sportstadt Herne hätte wieder eine Bundesligamannschaft mehr.“

Das ist natürlich auch der Traum von Fuad Rugovac, nicht nur wichtiger Bestandteil der Mannschaft, sondern auch Vorsitzender des Vereins. Eigentlich hatte er etwas kürzer treten wollen. „Ich bin nicht jünger geworden, und auch ist meine Familie in den letzten Jahren zu kurz gekommen“, sagt er. Aber in diesem Jahr habe er noch einmal „eine Schüppe drauf gelegt“. „Wir wollen es als Team alle nochmal wissen“, so Rugovac.

Pressesprecher Kalle Dietz ist von den Athleten vollauf überzeugt: „Wir haben wohl die beste erste Mannschaft seit Gründung des Verein zusammen. Ob das letztendlich zum Aufstieg reicht, wird sich zeigen. Beim Triathlon entscheiden nicht immer nur die Athleten einen Wettkampf. Manchmal sind auch technische Pannen, z.B. beim Radfahren, mit entscheidend für Sieg oder Niederlage.“

Auf jeden Fall zeigt sich das Herner Triathlon Team gut vorbereitet und wartet mit Spannung auf den Startschuss der NRW-Liga. „Ich traue den Jungs den Aufstieg auf jeden Fall zu“, gibt sich Dietz ganz optimistisch.