HTC-Reserve stürzt den Spitzenreiter

Auf das Zuspiel von Luisa Bräuer (r.) wartet Kirsten Veith (2.v.l.).
Auf das Zuspiel von Luisa Bräuer (r.) wartet Kirsten Veith (2.v.l.).
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Damit hatten sie selbst nicht gerechnet: Mit 50:45 bezwangen Hernes Regionalliga-Basketballerinnen den Spitzenreiter aus Bensberg.

Herner TC II -
SG TV Bensberg 50:45

HTC II: Friedrich (15), Goddemeier (9), Veith (8/2 Dreier), S. Dorlöchter (6/2), L. Dorlöchter (6), Bräuer (4), Hahn (2), Pooch, J. Dorlöchter.

Nachdem sie zuletzt einige Niederlagen hatten einstecken müssen, meldeten sich die Regionalliga-Basketballerinnen des Herner TC jetzt eindrucksvoll zurück. Mit einem nie erwarteten 50:45-Heimsieg stürzten sie den Spitzenreiter aus Bensberg vom Tabellenthron und festigten selbst ihren Platz im vorderen Mittelfeld.

Danach sah es zunächst überhaupt nicht aus. Die HTC-Reserve erwischte nämlich keinen guten Start, leistete sich etliche Nachlässigkeiten und daraus resultierend auch viele Fouls. Selbst die erfahrene Lucie Friedrich konnte mit ihren sechs Punkten in Folge nicht verhindern, dass ihr Team deutlich ins Hintertreffen geriet und eine 9:16-Bürde mit ins zweite Viertel schleppen musste. Auch mit der Regelauslegung der Schiedsrichter hatten die Hernerinnen ziemliche Schwierigkeiten.

Darauf stellten sie sich mit zunehmender Spielzeit aber besser ein. Vor allem aber fanden die Schützlinge von Marcin Dolega zu ihrer größten Stärke zurück, einer aggressiven, schnellen Verteidigung mit gegenseitiger Hilfe. Daran bissen sich die Gäste im zweiten Viertel die Zähne aus. Sie brachten es in zehn Minuten gerade mal auf sechs Punkte. Da aber auch in der Herner Offense gewaltige Abstimmungsprobleme zu Tage traten, ging es dennoch mit einem 5-Punkte-Rückstand in die Halbzeit (17:22).

Noch war also alles möglich. Und der HTC kämpfte weiter, knabberte den Rückstand langsam, aber beharrlich bis auf 31:34 ab. Obwohl das ständige Hinterherrennen viel Kraft gekostet hatte, waren die Hernerinnen hoch motiviert, die Partie im Schlussviertel noch zu drehen.

Entsprechend legten sie noch einen Tacken zu, verteidigten noch intensiver und gestatteten den Gästen acht Minuten lang keinen Korb. Selbst trafen sie nun wieder besser, und so erarbeitete sich der HTC eine kleine Führung, die er schließlich auch ins Ziel rettete.