HTC-Girls verpassen knapp die Berlin-Tickets

Eine starke Saison haben die U15-Mädchen des Herner TC gespielt, auch wenn sie knapp die Qualifikation für das Endturnier um die Deutsche Meisterschaft verpassten.
Eine starke Saison haben die U15-Mädchen des Herner TC gespielt, auch wenn sie knapp die Qualifikation für das Endturnier um die Deutsche Meisterschaft verpassten.
Foto: Herner TC

Es hat nicht sollen sein. Wegen des etwas schlechteren Korbverhältnisses verfehlten die U15-Basketballerinnen des Herner TC bei der Zwischenrunde in Osnabrück das Endturnier der besten vier deutschen Mannschaften um den DM-Titel. Es war der letzte Auftritt eines Herner Jugendteams in einer Spielzeit, die auch ohne Krönung durch die U15 mit dem Titelgewinn der U17-Bundesligamannschaft, dem zweiten Platz der U12 in der Regionalliga und der Westdeutschen Vizemeisterschaft der U11-Mädchen als außerordentlich erfolgreich in die Vereinsgeschichte eingeht.

Auch in Osnabrück sah es anfangs gut aus für das Team von Trainer Jörg Klems, der durch WNBL-Coach Mario Zurkowski unterstützt wurde. Gegen die gastgebenden Junior Panthers, die später als Zweite das DM-Ticket lösten, gelang ein ungefährdeter 88:79-Erfolg. Besonders Clara Stockhorst spielte eine bärenstarke Partie und riss ihre Kameradinnen nach einer schwachen Startphase zu einer Topleistung mit. Gleich im ersten Viertel erkämpften sich die HTC-Girls einen 27:17-Vorsprung, den sie bis zur Pause auf 48:36 ausbauten. Und auch in der zweiten Halbzeit hielten die Hernerinnen die jungen Panther stets auf Distanz.

Da der Hürther BC im zweiten Turnierspiel gegen TuS Lichterfelde klar den kürzeren zog, hätte der HTC mit einem Sieg gegen den zweiten NRW-Club die Tür zur DM-Endrunde ganz weit aufstoßen können. Doch das ging schief. „Gegen Hürth haben wir das erste Viertel komplett verschlafen und erst dann richtig gespielt“, grämte sich Headcoach Jörg Klems. Mit 11:22 gerieten seine Mädels ins Hintertreffen, ehe sie sich aufrafften und bis zur Pause auf einen Punkt herankamen (37:38). In der zweiten Halbzeit wechselte die Führung hin und her, kein Team konnte sich absetzen. Aber am Ende hatten die Rheinländerinnen die besseren Nerven und mit 76:73 die Nasen vorn.

Nachdem der TuS Lichterfelde Osnabrück mit 89:46 abgefertigt hatte, mussten auch die HTC-Mädchen die Überlegenheit der Berlinerinnen anerkennen und eine glatte Niederlage (66:107) quittieren. Noch aber war nicht alles verloren. Es galt, den Gastgeberinnen im letzten Turnierspiel gegen Hürth die Daumen zu drücken. Ein Osnabrücker Sieg mit maximal 16 Punkten Differenz hätte dem Klems-Team noch die Fahrkarten zur DM-Endrunde eingebracht.

Und es sah gut aus. Osnabrück legte gleich ein paar Punkte vor, lag zur Halbzeit mit sieben, nach dem dritten Viertel mit elf Punkten vorn. Am Ende jedoch steckte Hürth auf und musste eine 40:61-Schlappe hinnehmen. Damit hatten die Junior Panthers von drei punktgleichen Mannschaften die beste Korbdifferenz und lösten die Tickets zur DM-Endrunde, die der TuS Lichterfelde in Berlin ausrichtet.

Nach der Rückfahrt kehrten die Herner Mädchen mit Eltern und Trainern noch zum Abschlussessen ins Haus Galland ein, wo sie die Saison Revue passieren ließen. „Auch wenn wir nicht zur Deutschen Meisterschaft gekommen sind, haben wir doch eine sehr erfolgreiche Saison gespielt. Wir sind unter den besten acht Mannschaften aus ganz Deutschland, haben nur knapp den Einzug zur Deutschen verpasst“, bilanzierte Jörg Klems. „Erfolg richtet sich jedoch nicht nur nach der Platzierung. Wir haben in diesem Jahr eine enorme Entwicklung unserer Spielerinnen und bei uns Trainern gesehen, die allen und dem Herner TC sicher in den nächsten Jahren weitere Erfolge bescheren wird.“