HTC fährt mit Respekt nach Langen

Viel Mühe hatten Teya Wright (Mitte) und de HTC im Hinspiel gegen die Rhein-Main Baskets.
Viel Mühe hatten Teya Wright (Mitte) und de HTC im Hinspiel gegen die Rhein-Main Baskets.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Auch im fünften Spiel der Rückrunde wollen Hernes Bundesligadamen iher Siegesserie fortsetzen. Das wird bei den Rhein-Main Baskets aber keineswegs leicht.

Es gibt keine leichten Aufgaben in der Damen-Basketball-Bundesliga – wer sollte das besser wissen als der Herner TC? Schließlich waren es die HTC-Damen, die Aufsteiger Bad Aibling das einzige Erfolgserlebnis der Hinrunde bescherten. Ein zweites Mal werden es sich die Schützlinge von Marek Piotrowski nicht erlauben, einen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Schon gar nicht die Rhein-Main Baskets, die am Samstag um 19.30 Uhr in Langen vor den Toren Frankfurts auf den Tabellenzweiten warten.

Die Hessinnen sind zwar auf den elften Rang abgerutscht, haben aber einen Kader, dem durchaus noch der Sprung in die Play-Offs zuzutrauen ist. Und der dem HTC schon im Hinspiel gewaltige Probleme bereitet hat. Damals war es Quenice Davis, die in der Schlussphase einer heiß umkämpften Partie die Entscheidung zum Herner 63:57-Sieg erzwang. „Das ist eine richtig schwere Aufgabe“, betont HTC-Trainer Marek Piotrowski auch vor dem erneuten Aufeinandertreffen, das nicht das letzte in dieser Spielzeit sein muss. Denn die Baskets sind auch für das Top-4-Endturnier um den DBBL-Pokal am 21./22. März in Herne qualifiziert.

Erstes Spiel unter neuem Trainer

Nachdem in Freiburg auch das vierte Rückrundenspiel verloren ging, haben die Baskets noch am selben Abend die Notbremse gezogen und Trainer Thomas Dröll in die Wüste geschickt. Seine Aufgaben hat Steffen Brockmann übernommen, der langjährige Coach des Teams, das unter seiner Regie in der vorletzten Spielzeit noch deutscher Vizemeister wurde. „Das erste Spiel unter einem neuen Trainer setzt immer frische Kräfte frei“, stellt sich Marek Piotrowski auf ein ganz heißes Spiel ein. „Da will sich jede zeigen und die Motivation ist besonders groß.“ Zudem habe Brockmann nichts zu verlieren. „Vorletzter gegen den Zweiten, auf dem Papier ist das eine klare Sache“, führt der HTC-Trainer weiter aus. „Aber mein Kollege wird sich schon etwas einfallen lassen, um uns zu überraschen.“

Auf eine seiner Leistungsträgerinnen aber muss Brockmann verzichten. Svenja Greunke, die dem HTC schon oft Rätsel aufgab, fällt mit einem Ermüdungsbruch im Fuß aus. Aber mit den Dietrich-Schwestern, mit Francis Pieczynski und Anna-Lisa Rexroth haben die Baskets trotzdem Qualität auf den „deutschen Positionen“. Das Gerüst des Teams jedoch bildet das US-Trio mit Aufbauspielerin Jazmine Redmon und zwei Winterneuzugängen: Flügelspielerin Katlyn Yohn, vor allem aber Jennie Rintala, eine flexible Centerin, die auch aus der Distanz sicher trifft, haben sich sehr gut eingefügt. „Es wird schwer, aber wir wollen gewinnen und unseren Vorsprung vor Saarlouis halten“, gibt Piotrowski die Marschroute vor. Die am Knie operierte Charmaine Callahan ist auf keinen Fall dabei, hinter Kapitänin Emina Karic (Sprunggelenk) und Aufbau-Ass Quenice Davis (Finger) stehen Fragezeichen.