HTC-Damen wollen Scharte auswetzen

Wer ist dabei? Erst kurz vor Spielbeginn wird klar sein, auf welche Spielerinne der HTC gegen Bad Aibling bauen kann.
Wer ist dabei? Erst kurz vor Spielbeginn wird klar sein, auf welche Spielerinne der HTC gegen Bad Aibling bauen kann.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Grippevirus macht Hernes Basketballerinnen zu schaffen. Auch deshalb wird die Revanche gegen TuS Bad Aibling gewiss kein Selbstläufer.

Hernes Basketballerinnen haben sich in der Bundesliga höchsten Respekt verschafft. Um so verblüffter war die Szene am 8. November, als das Ergebnis aus Bad Aibling bekannt wurde: Ausgerechnet der Tabellenzweite aus Herne hatte dem Aufsteiger den ersten Sieg in der Eliteliga beschert. Dem 70:66 über den HTC am achten Spieltag ließen die Fireballs bis heute nur einen weiteren Sieg folgen, ein 63:50 gegen Chemnitz. So kleben sie zwar seit Saisonbeginn auf dem letzten Platz, haben die Hoffnung auf den Klassenerhalt aber immer noch nicht aufgegeben. Deshalb muss der Herner TC auch im Rückspiel an diesem Samstag (18 Uhr, Mont-Cenis-Arena) höllisch aufpassen, dass er sich an den Feuerbällen nicht ein zweites Mal die Finger verbrennt.

Für die Außendarstellung wäre das ziemlich peinlich, ließe sich vor allem in Oberhausen nur schwer verkaufen, wo evo NBO ebenfalls in höchster Abstiegsgefahr schwebt. Ausschließen aber kann und will selbst Marek Piotrowski eine erneute Überraschung nicht. „Natürlich brennen wir darauf, Revanche zu nehmen. Die Frage ist nur wie“, sagt der Herner Cheftrainer. „Bei uns grassiert die Grippewelle, wir hatten die ganze Woche über nur fünf, sechs Damen beim Training.“

Wen er aufstellen kann, wird Piotrowski erst kurz vor Spielbeginn erfahren. „Ich hoffe, dass es keine weiteren Ansteckungen gegeben hat und sich vielleicht schon zum Abschlusstraining die eine oder andere zurückmeldet.“ Probleme zeichnen sich besonders auf den „Deutschen-Positionen“ ab, hat der Virus nach Emina Karic doch auch Ireti Amojo erwischt. Charmaine Callahan, Anna Lappenküper und Malina Sola stehen schon seit Monaten auf der Ausfallliste. Und aus der Regionalligareserve oder der U17 kann niemand aushelfen, der nicht bei der DBBL und der NADA (nationale Dopingagentur) gemeldet ist.

Die Gäste aus dem Mangfalltal werden nur darauf lauern, jede Herner Schwäche auszunutzen. Sie wollten bereits am Freitag anreisen, um ausgeruht und bestens vorbereitet in dieses wichtige Spiel zu gehen. Ihren sonnigen Optimismus haben sie ohnehin immer dabei. Denn allen Zahlen und Fakten zum Trotz scheint man beim TuS Bad Aibling immer noch an den Klassenerhalt zu glauben. Auch deshalb hat man nicht nur im Winter neues Personal beschafft, sondern jetzt auch den Trainer gewechselt. Peter Kortmann hat Milos Kandzic beerbt. Er startete zwar mit einer Heimniederlage gegen Freiburg, soll die Firegirls im Endspurt aber doch noch in der Liga halten. Bauen kann er dabei in erster Linie auf Candace Williams, mit 16,0 Punkten im Schnitt Topscorerin des Teams, auf Carla Bellscheidt (9,9), Abbey Duinker (7,2) und Lena Bradaric (7,2).

„Wir müssen das Beste aus unserer Situation machen. Unser Ziel ist ein Sieg, wie, ist diesmal völlig egal“, sagt Piotrowski. Und hofft auf bessere Zeiten: „Danach haben wir nämlich noch drei ganz schwere Spiele.“