HTC-Damen starten in die Play-Offs

Auf die  Unterstützung ihrer Fans bauen Caroline Van der Velde (l.) und Hernes Kapitänin Emina Karic (r.) auch im ersten Play-Off-Spiel gegen die Eisvögel aus Freiburg.
Auf die Unterstützung ihrer Fans bauen Caroline Van der Velde (l.) und Hernes Kapitänin Emina Karic (r.) auch im ersten Play-Off-Spiel gegen die Eisvögel aus Freiburg.
Foto: FUNKE Foto Services
Schon wieder geht’s um die Wurst. Wenige Tage nach dem Top4-Turnier startet der HTC mit dem Heimspiel gegen Freiburg in die Play-Offs um die Deutsche Meisterschaft.

Körperlich anstrengend und emotional aufwühlend: Das Final Four um den DBBL-Pokal verlangte den Basketballerinnen des Herner TC am letzten Wochenende alles ab. Und doch blieb ihnen kaum Zeit, das Erlebte zu verarbeiten, Bronze zu feiern oder auch Wunden zu lecken. Denn schon an diesem Samstag sind sie wieder voll gefordert. Zum ersten Spiel im Play-Off-Viertelfinale empfangen die Hernerinnen um 18 Uhr in der MCG-Arena mit den Eisvögeln des USC Freiburg einen Gegner, dem nur mit höchster Konzentration und einer Topleistung beizukommen ist.

Das sieht nicht nur HTC-Trainer Marek Piotrowski so, der eindringlich vor dem Hauptrunden-Siebten warnt: „Jeder schiebt uns die Favoritenrolle zu und erwartet, dass wir ins Halbfinale einziehen. Aber Freiburg hat eine ganz gefährliche Mannschaft mit fünf Ausländerinnen und vielen guten deutschen Spielerinnen.“ Dass die Eisvögel ihre letzten vier Spiele verloren haben, ändert nichts an Piotrowskis Wertschätzung. „Da ging es für Freiburg um nichts mehr.“

Dreimal trafen die Hernerinnen in dieser Saison schon auf die Damen aus dem Breisgau, dreimal verließen sie nach hartem Kampf als knappe Siegerinnen das Parkett. Das Pokal-Achtelfinale in Freiburg entschied Quenice Davis erst in der letzten Sekunde der Verlängerung mit ihrem Korb zum 89:87, eine Woche später musste der HTC in eigener Halle bis weit ins Schlussviertel um den Sieg zittern. Ein Selbstläufer wird das Viertelfinale im „Best-of-three-Modus“ mit Sicherheit nicht, zumal die Eisvögel ausgeruht ins Spiel gehen. „Sie haben ein freies Wochenende hinter sich, sind körperlich und vom Kopf her frisch. Und wir müssen zwei schwere Spiele verkraften“, meint Piotrowski, der zudem auf eine merkwürdige Serie hinweist. „In den letzten vier Jahren hat der Hauptrundensiebte immer das Finale erreicht. Demnach müssten wir gegen Freiburg ausscheiden.“

Natürlich ist Piotrowski fest entschlossen, gegen dieses „Gesetz der Serie“ zu verstoßen. Deshalb hat er nach dem Pokalwochenende die Trainingsbelastung fein dosiert, hat auch in seiner Ansprache alles getan, um sein Team auf die nächste Aufgabe zu fokussieren. „Jetzt geht es um alles. Play-Off-Spiele haben ihre eigenen Gesetze, aber zum Glück kann man eine Niederlage auch noch korrigieren.“

Diesen Druck aber will sich der HTC nicht aufhalsen. „Wir müssen uns auf unsere Stärke besinnen und gut verteidigen. Das Offensivspiel kommt dann von allein“, sieht der HTC-Coach in der Defense den Schlüssel zum Einzug ins DM-Halbfinale. Personell sah vor dem Abschlusstraining alles bestens aus. Quenice Davis war die im Top4-Turnier erlittene leichte Zerrung nicht mehr anzumerken.

Davis kommt auch gegen die Eisvögel eine Schlüsselrolle zu. Kann sie das Aufbau-Duell gegen ihre Landsfrau Bobbi Lee Knudsen für sich entscheiden, wäre viel gewonnen. Ansonsten droht dem HTC die größte Gefahr durch die Französin Soana Lucet, die aus allen Positionen extrem gefährlich ist.

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