HTC-Damen setzen ihren Siegeszug fort

Gleich drei Marburgerinnen, nämlich  (v.l.) Lisa Koop, Julia Köppl und Alyssa Pierce, können Hernes Erica Barnes hier nicht am Korbleger hindern.
Gleich drei Marburgerinnen, nämlich (v.l.) Lisa Koop, Julia Köppl und Alyssa Pierce, können Hernes Erica Barnes hier nicht am Korbleger hindern.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Der siebte Sieg in Folge ist eingetütet: Trotz einiger Wackler gelang den Damen des Herner TC ein nie wirklich gefährdetes 66:54 gegen den BC Marburg.

Herner TC -
BC pharmaserv Marburg 66:54

Viertel: 17:11, 17:20, 11:11, 21:12.

HTC: Wright (22, 14 Rebounds), Amojo (10/2 Dreier), Müller (10/2), Barnes (7), Slavova-Naneva (7), Salomaa (4), Karic (2), Van der Velde (2), Jankovic (2).

Rebounds: 37 (23 defensiv, 14 offensiv).

BCM: Schaake (17/2), Baker (8/1), Koop (8), Köppl (7), Crowder (6/1), Pierce (4), Winterhoff (4), Masek.

Rebounds: 40 (28 defensiv, 12 offensiv).

Auch vom Ausfall ihrer am Finger verletzten Regisseurin Quenice Davis ließen sich Hernes Bundesliga-Basketballerinnen nicht bremsen. Gegen hartnäckig kämpfende Gäste aus Marburg feierten sie ihren siebten Ligasieg in Folge und festigten ihre „Pole-Position“ im Kampf um den zweiten Hauptrundenplatz hinter dem kaum schlagbaren Serienmeister Wasserburg, mit dem sie demnächst noch mindestens zweimal ihre Kräfte messen (müssen).

Zwar kamen die HTC-Damen etwas schwer in die Gänge, nach dem 3:9-Rückstand (5.) aber spielten sie zehn Minuten lang groß auf und zogen bis auf 30:16 (15.) davon. Für die Initialzündung hatte die überragende Teya Wright mit neun Punkten in der zweiten Hälfte des ersten Viertels gesorgt, nachdem anfangs vornehmlich Ireti Amojo getroffen hatte. Zusammen mit Emina Karic, der nur ein wenig Wurfglück fehlte, sorgte Amojo auch für den fast fehlerlosen Ballvortrag, so dass Lenkerin „Q“ Davis in dieser Phase kaum vermisst wurde.

Zumal sich auch Debütantin Zivanka Jankovic prima einfügte. Obwohl die 31-Jährige nach erst zwei gemeinsamen Trainingseinheiten weder alle Angriffssysteme noch die Laufwege ihrer Mitspielerinnen verinnerlicht haben konnte, leistete sie sich in fast 13 Minuten Spielzeit keinen einzigen Turnover und bewies mit ihrer Ruhe am Ball und einigen wunderschönen Anspielen beachtliche individuelle Qualität.

Gern hätten sich die HTC-Fans weiter am tollen Auftritt ihres Teams berauscht, doch da spielte Marburg nicht mit. Kaum leistete sich Herne ein paar ungenaue Würfe, meldeten sich die Gäste mit einem fulminanten 10:0-Run zum 32:29 (18.) zurück. Mit einer Herner Drei-Punkte-Führung ging es auch in die Pause.

Der HTC wirkte leicht verunsichert, und auch die Pokalauslosung in der Halbzeit drückte die Stimmung. So entwickelte sich im dritten Viertel ein zähes Ringen, in dem die Dolphins sogar einmal die Führung übernahmen (39:41/26.), ehe Amojo den HTC mit zwei Einzelaktionen wieder in die Spur brachte.

Wirklich zittern musste der HTC um den Sieg aber nicht, nahm Marburg doch neben dem 42:45-Rückstand weitere Probleme mit ins letzte Viertel. Pierce saß verletzt auf der Bank, Köppl und Koop mit je vier Fouls ebenfalls. Gegen das „letzte Aufgebot“ der nur zu Acht angereisten Gäste baute der HTC seine Führung schnell aus und durfte sich nicht erst beim 66:47 (38.) seines Sieges sicher sein. „Marburg hat es uns nicht leicht gemacht. Der Sieg war aber nie in Gefahr, wir hatten immer eine Antwort parat“, so HTC-Trainer Marek Piotrowski.