HTC-Damen peilen das Endturnier an

Auf US-Guard Quenice Davis (l.) dürfte auch gegen Chemnitz viel Verantwortung für das Herner Spiel lasten.
Auf US-Guard Quenice Davis (l.) dürfte auch gegen Chemnitz viel Verantwortung für das Herner Spiel lasten.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Was wir bereits wissen
Gleich zweimal binnen sechs Tagen messen sich die HTC-Damen mit Chemnitz. Am Sonntag geht es in Herne um den Einzug ins Pokalhalbfinale.

Auf ein Neues! Hernes Bundesliga-Basketballerinnen haben nicht vor, sich auf den Erfolgen ihres stärksten Jahres auszuruhen. Vielmehr nehmen die HTC-Damen sie als Ansporn, die Ziele noch höher zu stecken und in Bereiche vorzustoßen, in denen Titel vergeben werden. Den nächsten Schritt können sie an diesem Sonntag machen, wenn die ChemCats Chemnitz zum Pokalviertelfinale in der Mont-Cenis-Arena aufkreuzen (Spungball 16.30 Uhr).

Wenn der Tabellendritte der DBBL auf den Vorletzten trifft, den Heimvorteil im Rücken, dann stellt sich die Frage nach dem Favoriten scheinbar nicht. HTC-Cheftrainer Marek Piotrowski aber sieht es anders: „Mit Chemnitz ist zu rechnen. Die Cats haben aufgerüstet, haben fünf starke Ausländerinnen, drei erfahrene Deutsche und zwei Talente aus der WNBL, das reicht für eine gute Rolle in der Bundesliga.“

Pause war wichtig für die Köpfe

Dass es auch für den Sprung ins Halbfinale reicht, will der HTC aber verhindern. Alle Damen sind gesund aus ihrem kurzen Weihnachtsurlaub zurückgekehrt und haben am Montag das Training wieder aufgenommen. „Bis Sonntag werden wir versuchen, sie wieder in die Bahn zu bringen“, so Piotrowski. Er glaubt, dass die Pause den Spielerinnen gut getan hat. „Das war wichtig, um die Köpfe mal frei zu bekommen.“

Denn jetzt ist wieder höchste Konzentration auf Basketball gefordert – wenn’s gut läuft rund vier Monate lang. Ein Sieg gegen die ChemCats und die erstmalige Qualifikation für das Top-4-Turnier, in dem der Deutsche Pokalsieger ermittelt wird, wäre der perfekte Einstieg in die zweite Saisonhälfte. Was ein guter Start wert ist, haben die Hernerinnen in der Hinrunde gesehen, als sie, beflügelt vom Erfolg beim Season Opening in Chemnitz, eine Serie von sechs Siegen hinlegten.

Erster Gast in der MCG-Arena – das Rückspiel findet nächsten Samstag statt – waren übrigens die ChemCats. Damals gewann Herne 90:63, doch es gab auch Phasen, in denen die Katzen ihre Krallen ausfuhren. So versenkte Tina Menz in kurzer Zeit vier Dreier, und unter den Körben war Marina Dzinic nicht immer zu kontrollieren. Auch Wirbelwind Mary Mihalyi oder Dreierspezialistin Amanda Davidson können einem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Noch nicht dabei waren die erst später verpflichteten US-Girls Molly Schlemer und April Sykes sowie die Lettin Liene Priede, die Cats-Trainer Vladimir Ivankovic eine deutlich größere Rotation erlauben.