Horsthausen ist mit starken Neuzugängen Aufstiegskandidat

Flo Drews (r.) kommt von Wanne 11 und will so in Zukunft auch für Horsthausen jubeln.
Flo Drews (r.) kommt von Wanne 11 und will so in Zukunft auch für Horsthausen jubeln.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der Spielvereinigung Horsthausen sieht man sich selbst zwar nicht in der Favoritenrolle – besonders mit der neuen Offensivreihe scheint die Gerresheim-Elf aber gerüstet für den Kampf um die Meisterschaft.

Als überraschend widerstandsfähig erwies sich Fußball-Bezirksligist SpVgg Horsthausen in der abgelaufenen Saison. Allen verletzungsbedingten Ausfällen zum Trotz schwang sich die Gerresheim-Elf zur Nummer eins im Herner Bezirksliga-Fußball hinauf und belegte im zweiten Jahr nach dem Aufstieg den dritten Platz.

Drei Neue für die Angriffsreihe

Die Sportvereinigung scheint bereits durchaus reif zu sein für den nächsten Schritt. Und sieht man sich die personellen Ergänzungen in diesem Jahr an, wird dieser Eindruck nur unterstrichen. Horsthausen mausert sich zum Titelkandidat.

Trainer Marc Gerresheim verfügt über einen ausgesprochen homogenen Kader, der auch teilweise zahlreiche Ausfälle erstaunlich gut verkraften ließ. Außer Dennis Bonk (mit 11 Toren bester Horsthauser Schütze) traf kein Spieler zweistellig. Trotzdem hatte Horsthausen am Ende nach Meister Wiemelhausen mit 84 Treffern den zweitbesten Angriff der Liga. Dabei stand Bonk gut ein halbes Jahr verletzt nicht zur Verfügung, wie auch zum Beispiel Marcel Schönherr, ein weiterer routinierter Führungsspieler.

Dass man mit Wiemelhausen nicht mithalten und am Ende auch im Rennen um Platz zwei passen musste, lag für Marc Gerresheim letztlich daran, dass der Kader immer wieder in Rotation versetzt werden musste und die Ordnung so erschwerte.

„In der nächsten Saison hoffen wir wieder etwas konstanter Fußball spielen und die eine oder andere Welle etwas kleiner halten zu können“, sagt der Coach. „Hierfür haben wir uns etwas breiter aufgestellt und auch noch mal an Qualität hinzugewonnen.“

Vor allem die Abteilung „Attacke“ erhielt prominente Unterstützung. Mit Dennis Kruckow wechselt nicht nur der aktuell beste Herner Torjäger (37 Tore) an die Horsthauser Straße, auch Patrick Mosemann hat schon mehr als 30 Tore in einer Saison erzielt und Florian Drews traf in den letzten Jahren sogar in der Landesliga regelmäßig deutlich zweistellig. Horsthausens Sturm könnte nunmehr also durchaus Orkanstärke erreichen.

Marvin Scheer und Marc Werner sind weitere Spieler, die einige Erfahrung auch aus höheren Ligen mitbringen.

Dass man auf diese Weise sicher nicht nach hinten blicken braucht, darüber ist man sich im Klaren. Dennoch formuliert Marc Gerresheim vergleichsweise vorsichtig, wenn es um das Saisonziel geht. „Wir wollen unsere Vorsaison bestätigen“, sagt der Trainer. Auch wenn man derzeit den Eindruck gewinnen könnte: Vom Aufstieg ist in Horsthausen also nicht die Rede. Vielleicht „noch“ nicht.