HEV erwartet den West-Meister

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Verglichen mit dem ewigen Duell gegen Essen ist es nur das kleine Revierderby, doch in der Oberliga West inzwischen das absolute Topspiel. Wenn sich am Sonntag um 18.30 Uhr in der Gysenberghalle der HEV und der EV Duisburg begegnen, trifft der Tabellenzweite auf den Spitzenreiter.

Der steht seit dem letzten Sonntag vorzeitig als West-Meister fest und kann diese Begegnung bereits als Vorbereitung auf die am 23. Januar beginnende Endrunde mit den jeweils besten vier Vertretern der Oberligen Ost und West betrachten. Schließlich ist der Aufstieg in die DEL2 das erklärte Saisonziel der Mannschaft von Trainer Matthias Roos.

Stachel im Fleisch der Füchse

Allerdings gibt es da einen Stachel im Fleisch der Füchse, und der heißt HEV. In 23 von 24 Spielen ging der EVD als Sieger vom Eis – nur einmal nicht, und das in Herne. Beim ersten Saisonduell am Gy-senberg behielt der Außenseiter nach einer Riesenmannschaftsleistung mit 3:1 die Oberhand – das Team von Trainer Frank Petrozza wird am Sonntag mindestens auf dem gleichen Niveau spielen müssen, wenn es erneut die Chance auf eine Überraschung gegen das Topteam der Liga haben will.

Auch in Sachen Konzentration dürfen die Gysenberger keine Minute nachlassen. Beim letzten Aufeinandertreffen in Duisburg führten die Gäste schon mit 4:1 und schnupperten an der Sensation, ehe die Füchse die Partie mit sechs Treffern in zehn Minuten drehten. Auf ähnliche Weise gewann der EVD am letzten Sonntag in Neuwied. In nur 91 Sekunden wurde in der Schlussphase aus einem 2:4-Rückstand noch ein 5:4-Sieg.

Auf einem Gebiet haben die Grün-Weiß-Roten den Rivalen von der Wedau inzwischen überflügelt. Mit den 2448 Zuschauern beim Derby gegen Essen durchbrach der HEV am letzten Freitag als erster Oberligaclub aus dem Westen die Schallmauer von 13000 Zuschauern und führt die Besucherstatistik vor Duisburg, Neuwied und Essen an. Gemessen am Restprogramm hat er gute Aussichten, diese Spitzenposition zumindest bis zum Ende der Vorrunde zu behalten.

Bangen um Jakub Rumpel

Vor dem Spitzenspiel am Sonntag ist zunächst die Pflichtaufgabe beim Neusser EV zu lösen. Mit einem wohldosierten, aber kon-zentrierten Auftritt beim Tabellenvorletzten sollen heute drei fest eingeplante Punkte auf das Herner Konto wandern, um den zweiten Platz zu untermauern (Beginn 20 Uhr).

Allerdings bangen die Gysenberger um Jakub Rumpel. Der Stürmer fiel mit einer Schleimbeutelentzündung im Arm bereits am Sonntag in Frankfurt aus und musste operiert werden. Frühestens gestern sollte der Slowake ins Training zurückkehren, ein Einsatz in Neuss käme zu früh. Ob es gegen Duisburg reicht, entscheidet sich kurzfristig. Verteidiger Fabian Sondern kehrt nach seiner Augenverletzung ins Aufgebot zurück.