HEV begrüßt das Jahr mit einem dicken Knaller

Verrammeln wollen Fabian Sondern (2.v.l.) und Goalie Benjamin Voigt am Freitag das Herner Tor für dier Moskitos.
Verrammeln wollen Fabian Sondern (2.v.l.) und Goalie Benjamin Voigt am Freitag das Herner Tor für dier Moskitos.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Einen verspäteten Silvesterkracher zündet der HEV am Freitag: Zum Derby kommt Erzrivale Moskitos Essen in die Gysenberghalle.

Das neue Sportjahr beginnt für die Eishockeyfans im Revier mit einem Kracher. Am heutigen Freitag ist um 20 Uhr wieder Derbyzeit am Gysenberg, wenn der Herner EV die Essener Moskitos empfängt. Erster guter Vorsatz der Gastgeber für 2015: Endlich ein Sieg gegen den Erzrivalen und damit vielleicht eine Vorentscheidung im Prestigeduell um den zweiten Platz in der Vorrunde.

„Für das Spiel gegen Ratingen war die Mannschaft nicht bereit, gegen Essen wird sie bereit sein“, verspricht HEV-Trainer Frank Petrozza dem Gegner einen heißen Tanz zum Jahresauftakt. Das Team vom Westbahnhof behielt in dieser Saison allerdings in allen drei bisherigen Vergleichen die Oberhand. Zwei Mal mit 6:1 und 7:3 ziemlich deutlich, doch vor zwei Wochen waren die Grün-Weiß-Roten in Essen ganz nah dran.

2:0-Führung noch verspielt

Mit 2:0 führten die Gäste, waren über zwei Drittel die bessere Mannschaft, um an Ende doch nach Penaltyschießen zu verlieren. Mit dem seinerzeit gesperrten HEV-Topscorer Jakub Rumpel, so mutmaßten viele, wären wohl drei Punkte nach Herne gegangen. Dass der Slowake nach wie vor in der Lage ist, in umkämpften Spielen den entscheidenden Unterschied zu machen, will er heute gegen die Moskitos zeigen.

Die denken nicht nur an das heutige Derby, sondern planen bereits für die Endrunde mit den Top Vier der Oberliga Ost und möglicherweise auch darüber hinaus. ESC-Trainer Frank Gentges hat jedenfalls verkündet, dass man mit nur drei Blöcken nicht in eine Aufstiegsrunde gehen könne und bei seinem sportlichen Leiter Michael Rumrich um Verstärkungen ersucht. Die aber gibt der Etat am Westbahnhof eigentlich nicht her. Möglich machen sollen es jetzt die Fans: Kommen am 11. Januar gegen Frankfurts 1b mindestens 1000 Zuschauer, wollen die Moskitos auf dem Transfermarkt noch einmal tätig werden.

Am Gysenberg sieht man dafür keinen konkreten Handlungsbedarf. „Nicht für zwei Monate, das entspricht nicht unserem Konzept“, erklärt Frank Petrozza. Außerdem sei man im Gegensatz zum Vorjahr bisher von langwierigen Verletzungen verschont geblieben. Einen siebten Verteidiger könne er sich zwar prinzipiell vorstellen, aber wenn überhaupt, dann nur bereits mit Perspektive für das nächste Spieljahr. Ein solcher Spieler müsse dann aber finanziell und charakterlich passen und sei mitten in der Saison schwer zu bekommen: „Wir wollen unser intaktes Mannschaftsgefüge nicht durcheinanderbringen“, so Petrozza weiter.

Dazu dürfte der zweite HEV-Gegner des Wochenendes kaum in der Lage sein. Das 1b-Team der Frankfurter Löwen hat die Rote Laterne mittlerweile fest im Griff und wird sie bei sieben Punkten Rückstand auf Neuss bis zum Ende der Vorrunde wohl auch nicht mehr hergeben. Spielbeginn in der Eissporthalle am Bornheimer Hang ist am Sonntag um 18.45 Uhr.