Herner TC unterliegt mit kleinem Kader

Tobias Biermann (am Ball) erzielte 16 Punkte für den Herner TC.
Tobias Biermann (am Ball) erzielte 16 Punkte für den Herner TC.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Mit sieben Spielern war der Kader des Herner TC wieder mal knapp bemessen. Und die quantitative Unterlegenheit forderte Tribut. Nach einem schwachen vierten Viertel musste das Team von Coach Martin Brackmann die Rückfahrt vom TVE Barop 2 mit einer 63:71-Niederlage im Gepäck antreten.

Das erste Viertel begann defensiv für Herne sehr schwach. Immer wieder fand der Gastgeber TVE Barop 2 leicht den freien Mann auf der Flügelposition. Das Reinschneiden der Flügelspieler wurde zudem nicht verteidigt, die Reboundarbeit ließ zu wünschen übrig und die Hilfe von Mitspielern kam auf Herner Seite oft zu spät. Gut, dass die Offensive dafür ein bisschen wacher erschien und sich dadurch ein recht ansehnlicher Spielfluss entwickelte. Dabei tat sich Aufbauspieler Felix Wenzel hervor und markierte sieben der 16 Herner Punkte im ersten Viertel. Allerdings verschenkte der HTC auch viele Punkte, indem er einfache Korbleger ohne Bedrängnis nicht nutzte.

10:0-Lauf bringt die Wende

Mit einem 17:16 gingen die Gastgeber in den zweiten Spielabschnitt, in dem sich wenig änderte. Herne konnte sein Defensivverhalten nicht verbessern, und so drehten der Baroper Flügelspieler Hofmann und Centerspieler Beuerunsew auf und markierten 15 der 17 Baroper Punkte im zweiten Viertel. Allerdings wurde auch so langsam Tobias Biermann wach und stellte sich mit acht Punkten in diesen Spielabschnitt dagegen. Zum Schluss des Viertels wurde zudem mit Dennis Köhler die Reboundpräsenz der Herner gesteigert, sodass man auf der Anzeigetafel 34:33 zur Halbzeit ablesen konnte. Auch am Anfang des dritten Viertel änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Herne konnte weiterhin den Baroper Flügel Hofmann nicht stoppen, aber punktete mit Tobias Biermann, Alexander Konsek und Felix Wenzel und hatte sich nach 30 Minuten mit 54:51 einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Im Schlussviertel blieb der HTC bis zum 60:56 (33.) noch vorne, doch dann forderte die zahlenmäßige Unterlegenheit ihren Tribut. Es schlichen sich Fehler ein, die zu Ballverlusten führten oder zu schlechten Abschlüssen. Mit einem 10:0-Lauf innerhalb von sechs Minuten drehte Barop die Partie und gewann am Ende 71:63.