Herne rupft dezimierte Borussen

Dragan Subotic überzeugte gegen den BVB auch mit einem neuen Doppelpartner.
Dragan Subotic überzeugte gegen den BVB auch mit einem neuen Doppelpartner.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Nach dem deutlichen Sieg über den BVB hat der TTC Ruhrstadt Herne jetzt allerbeste Aussichten auf den Klassenerhalt.

BV Borussia Dortmund 09 -
TTC Ruhrstadt Herne 0:6

Spiele: Bottroff/Helbing - Källberg/Gabrovski 1:3 (11:7, 8:11, 4:11, 8:11), Tran Le/Potthoff - Subotic/Mc Beath 0:3 (9:11, 2:11, 7:11), Bottroff - Subotic 0:3 (8:11, 10:12, 9:11), Helbing - Källberg 2:3 (11:9, 11:5, 4:11, 9:11, 9:11), Tran Le - Gabrovski 0:3 (7:11, 11:13, 7:11), Potthoff - Mc Beath 1:3 (5:11, 7:11, 11:9, 4:11).

Das Spiel war schon so gut wie entschieden, bevor es überhaupt angefangen hatte. Der BVB trat nur mit der Hälfte seines Stammquartetts an, weil er Evgeny Fadeev und Wencheng Qui an den Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaften der Ü40-Senioren teilnehmen ließ. Für die beiden sprangen Vu Tran Le und Steffen Potthoff aus der Oberligamannschaft ein, die sich gemeinsam mit Erik Bottroff und Björn Helbing den jetzt klar favorisierten Hernern entgegen stellten. Schon die Doppel waren eine klare Angelegenheit für den TTC Ruhrstadt.

Dabei profitierten die wiederum neu formierten Herner Paarungen Subotic/Mc Beath sowie Källberg/Gabrovski zum einen von der spielerischen Unterlegenheit der Ersatzspieler und zum anderen von der lustlosen Einstellung ihrer Kontrahenten.

Das änderte sich in den folgenden beiden Einzeln grundlegend, denn schließlich ging es da wieder um die persönlichen Rangpunkte. Im Ergebnis lief es allerdings wieder darauf hinaus, dass die beiden Spiele auf das Herner Habenkonto wanderten. Zuvor hatte Dragan Subotic in drei knappen Sätzen Erik Bottroff besiegt, und Anton Källberg den starken Björn Helbing mit 11:9 im Entscheidungsdurchgang niedergerungen.

Die darauf folgende 15-minütige Pause dauerte länger, als das, was danach noch an den Platten geschehen sollte. Auch wenn sich die beiden BVB-Reservisten alle Mühe gaben, kam nicht mehr als ein Satzgewinn von Steffen Potthoff gegen David Mc Beath dabei heraus. Seinem Kollegen Tran Le gelang es hingegen nur, Petko Gabrovski im zweiten Satz in die Verlängerung zu zwingen.

Trotz des etwas faden Beigeschmacks wegen der Dortmunder Schwächung, ließ sich Arthur Schemp seine Freude über den Sieg und den jetzt fast sicheren Klassenerhalt nicht nehmen: „Jetzt brauchen wir aus den beiden Spielen gegen Jülich und Köln nur noch einen Punkt. Dann können Weinheim und Fürstenfeldbruck spielen wie sie wollen.“