Herne Helau statt Kölle Alaaf

Diagonal am Kölner Block vorbei schmettert Justina Heynck (r.) den Ball übers Netz.
Diagonal am Kölner Block vorbei schmettert Justina Heynck (r.) den Ball übers Netz.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit ihrem dritten 3:0-Sieg in Folge zogen Hernes Volleyballerinnen in der Tabelle mit ihren Gegnerinnen aus Köln gleich.

SG FdG Herne -
FCJ Köln II 3:0

Sätze: 25:17, 25:18, 25:20.

FdG: Röchner, Rues, Heynck, Thewes, Pietsch, Kruska, Coenen, Heisel, Pospiech, Heß.

Weder setzten sie sich Pappnasen auf, noch warfen sie mit Kamelle um sich. Doch unnötig lange wollten sich Kölns Regionalliga-Volleyballerinnen an den tollen Tagen nicht in Herne aufhalten. So leisteten sie in den drei Sätzen gegen die FdG-Damen keinen allzu hartnäckigen Widerstand und sparten bei ihrer 0:3-Schlappe noch ein paar Körner fürs närrische Treiben in der Domstadt auf.

Den Hernerinnen konnte es nur recht sein. Denn auch für sie war das Spiel gegen den zuvor drei Punkte besseren Tabellendritten zur Karnevalszeit eine große Herausforderung. Noch beim Abschlusstraining an Weiberfastnacht hatte Trainer Uli Walkenhorst keine Ahnung, wen er aufs Parkett schicken könnte, gerade mal fünf Damen kreuzten auf, alle übrigen meldeten sich krank oder verletzt.

Zwei Tage später sah’s dann schon besser aus: Immerhin zehn Namen konnte Walkenhorst in die Mannschaftsliste eintragen, darunter auch Katrin Heß aus der Landesliga-Reserve. Da aber auch die Gäste nicht in Bestbesetzung angereist waren und fast ohne Mittelblockerinnen auskommen mussten, kam die FdG auch in ungewohnter Formation gut zurecht.

Zunächst entwickelte sich – der Tabellensituation absolut angemessen – ein ausgeglichenes Spiel. Nach und nach aber konnte sich die FdG leicht absetzen. Vor allem guten Blockaktionen von Carmen Pietsch sowie die starke Abwehrleistung des gesamten Teams verhalfen den Hernerinnen zu einem kleinen Vorsprung, den sie bis zum 25:17-Sieg im ersten Satz ausbauten.

Den Schwung des Satzgewinns nahmen die Walkenhorst-Schützlinge mit in den zweiten Durchgang. Starke Aufschlagserien von Lena Thewes und Julia Röchner brachten die Kölnerinnen in arge Bedrängnis, und beim 13:5 zeichnete sich ein lockerer Durchmarsch ab. Zu locker, wie es den Anschein hatte. Jedenfalls ließen die FdG-Damen ihre Gäste etwas leichtfertig wieder ins Spiel kommen, und beim 15:13 war der Satz wieder offen. Jetzt ergriff Joelle Pospiech die Initiative. Fast jeden Angriffsball verwandelte sie und ebnete ihrem Team so den Weg zu einem sicheren 25:18-Erfolg.

Satrke Abwehr um Jana Kruska

Im dritten Satz liefen die Hernerinnen anfangs einem Rückstand hinterher. Mit Erfolg. Bald schafften sie den Ausgleich und übernahmen selbst die Führung, wobein sich vor allem die Abwehr um Libero Jana Kruska auszeichnen konnte. Auch Jenny Heisel warf ihre Erfahrung und Klasse in die Wagschale und half entscheidend mit, das Blatt zu wenden. So ging auch dieser Durchgang mit 25:20 unangefochten an die FdG-Damen, die mit ihrem dritten 3:0-Sieg in Folge mit dem FCJ Köln gleichzogen und schon vor den letzten vier Spielen mehr Punkte auf ihr Konto gebucht haben, als jemals zuvor in der Regionalliga.