Heimstarker SVS vermisst die Zuschauer

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Was wir bereits wissen
Obwohl der SV Sodingen zu Hause starke Leistungen zeigt, kommt kaum ein Zuschauer zum Holzplatz. Am Sonntag steht das Topspiel an.

Es ist schon beeindruckend: Schon in der vergangenen Saison war der SV Sodingen das heimstärkste Team der Liga, in diesem Jahr wieder, nur zwei Gegner erreichten bislang überhaupt ein Remis am Holzplatz. SVS-Trainer Franko Pepe weiß keinen Grund, woran das liegen könnte. Irgendwie habe man zu Hause „den Kopf freier“, spiele souveräner. Am manchmal tiefen Rasen liege es jedenfalls nicht: „Die Tore stehen an der gleichen Stelle wie überall sonst.“ Am Publikum erst recht nicht, so Pepe: „Es ist manchmal schon traurig, wir gewinnen zu Hause fast immer, zeigen auch keinen Hauruck-Fußball, sondern haben uns spielerisch entwickelt, sind die Nummer drei in Herne. Wir wollen den Zuschauern etwas bieten. Es ist ein bisschen traurig, dass man sich dann schon über 80 Zuschauer freuen muss – das ist viel weniger als die Mannschaft und die ehrenamtlichen Helfer verdient haben.“

Ob es an der unattraktiven Landesliga liegt? Im Optimalfall wäre das schon im Herbst zu überprüfen, falls Sodingen den angestrebten Aufstieg über die mögliche Relegation schafft. „Brackel ist durch, wir sind die Gejagten auf Platz zwei“, so Pepe. Einer der Jäger ist der BSV Schüren (4.), Sonntag (15 Uhr) zu Gast am Holzplatz. Die großen Versprechungen konnten die Dortmunder zwar nicht immer halten, Pepe warnt aber: „Sie sind körperlich robust und bei Standards brandgefährlich“.

Ein echtes Spitzenspiel also – Grund genug, dem Holzplatz einen Besuch abzustatten. Die sportlichen Bedingungen stimmen, die Wettervorhersage auch, die Chance auf einen Heimsieg scheint groß: Der BSV Schüren hatte besonders auswärts Probleme, verlor die Hälfte der Spiele auf fremdem Platz.