HCW verliert Abstiegskrimi im Sauerland

Ernüchterung auf der HCW-Bank in Plettenberg (v.l.): Torwart Hannes Greger, Co-Trainer Tim Bauer und Trainer Jens Körner.Foto:Biene Hagel
Ernüchterung auf der HCW-Bank in Plettenberg (v.l.): Torwart Hannes Greger, Co-Trainer Tim Bauer und Trainer Jens Körner.Foto:Biene Hagel
Was wir bereits wissen
Bittere 26:25-Niederlage für Westfalia Herne bei der HSV Plettenberg/Werdohl. Herner bringen ihre Halbzeitführung trotz mehrerer Überzahlspiele nicht über die Zeit

HSV Plettenberg/Werdohl -
HC Westfalia Herne 26:25 (16:17)

HCW: Müller, Greger; Schumann, Lukic (3), Hettrich (8/2), Bartel, Hodde, M. Scheunemann, Ihnen (3), F. Scheunemann (3), Barth (2), Sondermann, Rödiger, Schwitalski (6/2).

An Dramatik war dieses Nachholspiel kaum zu überbieten. Leider hatte der Gastgeber zum wiederholten Male mit dem knappsten aller Ergebnisse am Ende das bessere Ende für sich. Nun befinden sich die Herner wieder im akuten Gefährdungsbereich.

Es war bei einem jederzeit engen Spielstand ein Duell auf gleichwertigem Leistungsniveau. Westfalia präsentierte sich anders als Tage zuvor in Recklinghausen, fand solide mit ruhigem Spielaufbau in die Partie und rückte als Mannschaft zusammen. Der Angriff mit dem aushelfenden Robert Lukic aus dem Kreisligateam vermochte sich gut in Szene zu setzen.

Robin Hettrich wurde auf Linksaußen öfter klug freigespielt, verwandelte aber auch Würfe unter Bedrängnis. Auch Kai Schwitalski bot sich für die Endphase der Saison wieder als Alternative an.

Dass sich der HCW bis zur Halbzeit nicht klarer absetzen konnte, lag zum einen an Problemen im Deckungsverband und zum anderen an der von den Schiedsrichtern nicht ausreichenden Unterbindung der harten Linie des Gastgebers. Hier hatten die Strünkeder mit ihren saubereren Aktionen und körperlichen Nachteilen schlechtere Karten. Die Herner Deckung bekam erst im zweiten Abschnitt mit der Mittelachse Rödiger/Schwitalski und dem erstarkten Jochen Müller im Rücken besseren Zugriff.

HCW hat es weiter selbst in der Hand

Die Steigerung in diesem Bereich ging allerdings zu Lasten klarer Angriffsaktionen. Hier fehlte nun die Konsequenz, technische Fehler und ineffektive Würfe häuften sich. Entscheidend aber war der unzureichend genutzte Überzahlvorteil. Aus einer doppelten und einer dann anschließenden vierminütigen Überzahl schlug die Körner-Sieben kein Kapital. Als Plettenberg/Werdohl mit 25:22 erstmals eine Drei- Tore-Führung gelang, ging es noch einmal hoch her. 30 Sekunden vor dem Abpfiff hatte der HCW Ballbesitz, der so wichtige Ausgleichstreffer aber blieb aus.

„Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt. Wir müssen noch konsequenter an den vermeintlichen Kleinigkeiten arbeiten, die letztlich den Unterschied ausmachen. Die Aufgaben werden nicht leichter, doch haben wir den Klassenerhalt weiterhin selbst in der Hand. Dass es gelingen kann, hat der Auftritt im Sauerland durchaus bestätigt“, vertraut Co-Trainer Tim Bauer dem Team.

Immerhin hat die Mannschaft mit einem stark angeschlagenen Robin Bartel und ohne Jakob Liedtke (gesperrt), Roman Rittmann sowie Tim Bauer (beide langzeitverletzt) ein ordentliches Spiel abgeliefert.