HCW steht vor einer hohen Hürde

Auf eine zupackende Abwehr müssen sich Fabian Scheunemann (blau) und seine Herner Mitspieler auch gegen Bergkamen einstellen.
Auf eine zupackende Abwehr müssen sich Fabian Scheunemann (blau) und seine Herner Mitspieler auch gegen Bergkamen einstellen.
Foto: FUNKE Foto Services

HC Westfalia Herne – TuRa Bergkamen (So., 18 Uhr, Westring-Halle). Das morgige Duell wird ein völlig anderes Spiel sein als das vor einer Woche in Hattingen. Gegner und Spielweise sind nicht zu vergleichen. Während der TuS Hattingen auf Offensive in Abwehr und Angriff sowie hohes Tempo setzte, bauen die Bergkamener auf ihre körperlichen Vorteile mit groß gewachsenen Akteuren und eine kompakte 6:0-Abwehr. Der Mittelblock mit Gardemaß ist durch den HCW-Rückraum aus der zweiten Reihe sicher schwer zu überwinden. Hier müssen die Herner durch Spielwitz, viel Laufarbeit und überraschende Anspiele versuchen, die gegnerische Deckung in Bewegung zu bringen. Wie schon das Hinspiel gezeigt hat, geht TuRa Bergkamen zudem recht robust zu Werke und baut auf seine Wurfkraft im Angriff.

Hernes Abwehr bekam in Bergkamen zunächst keinen Zugriff und lag deutlich im Hintertreffen. Dass es am Ende „nur“ eine 29:31-Niederlage gab, war der Energieleistung des HCW zuzuschreiben, erhöht aber nicht unbedingt die Zuversicht für das morgige Rückspiel. Der Gast ist nach wie vor ambitioniert und hat bei zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Ferndorf weiterhin noch alle Möglichkeiten.

Die Favoritenrolle ist also klar vergeben, dennoch will Westfalia seine kleine Außenseiterchance wahrnehmen. Für den Aufstiegsaspiranten sind die Strünkeder wahrscheinlich der kleine Happen, den man im Vorbeigehen mitnehmen will. Wenn die Gespräche und das Training in der abgelaufenen Woche zur Verarbeitung der heftigen Niederlage in Hattingen beigetragen haben, ist vielleicht ein einseitiger Spielverlauf zu verhindern.

Julian Ihnen nicht dabei

„Wir müssen wieder aufstehen, den Abstiegskampf annehmen und eine Heimstärke aufbauen“, hofft Co-Trainer Tim Bauer zur Entlastung der Torhüter auch auf eine konzentriertere Abwehrarbeit. Auf Linksaußen wird Robin Hettrich zwangsläufig große Spielanteile erhalten, da Julian Ihnen urlaubsbedingt fehlt. Mit Jerômé Barth und Robin Bartel ist aber wieder zu rechnen.