HC Westfalia baut auf Heimvorteil

Ein Derbysieg würde dem HC Westfalia um Fabian Scheunemann (blau) viele Sorgen nehmen.
Ein Derbysieg würde dem HC Westfalia um Fabian Scheunemann (blau) viele Sorgen nehmen.
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HC Westfalia Herne – HSG Vest Recklinghausen (So., 18 Uhr, Westring). Die Negativerlebnisse aus den beiden letzten Auswärtsspielen zu brechen, muss vorrangiges Ziel der Herner Verbandsligasieben sein. Schmerzen doch die Niederlagen gegen die unmittelbaren Konkurrenten aus der Abstiegsregion besonders. Dem enttäuschenden Auftritt bei der PSV Recklinghausen folgte zwar in Plettenberg/Werdohl phasenweise eine sehr gute Leistung, doch ist der HCW letztlich beim 25:26 erneut an eigenen Fehlern gescheitert.

Nicht immer zeigte sich Westfalia in allen Mannschaftsteilen stabil. Lief es im Angriff, schwächelte die Abwehr und umgekehrt. Die liegen gebliebenen Punkte müssen jetzt anderweitig geholt werden. Co-Trainer Tim Bauer bringt es auf den Punkt: „Wie die Gegner heißen oder auf welcher Tabellenposition sie stehen, muss uns egal sein. Wir müssen gewinnen und unseren Heimvorteil wie zuletzt gegen Spitzenteams nutzen.“

Morgen wird es kein Duell, in dem der HCW locker aufspielen kann. Jetzt ist der Druck stärker geworden, doch wird die Belastung die Heimmannschaft nicht erdrücken. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Spiele nicht in den ersten fünf Minuten entschieden werden. Mit der nötigen Ruhe und Konzentration über die volle Distanz sollte Westfalia wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Dabei dürfen sich die Strünkeder – wie bei den letzten Heimspielen – der Unterstützung von den Rängen sicher sein.

Lukic hilft weiter aus

Der sorgenfreie Tabellenfünfte wird keine Lässigkeit an den Tag legen, vielmehr die Revanche für die 21:26-Hiunspielniederlage anstreben. Es ist ein enges Spiel zu erwarten, in dem in jeder Phase Wachsamkeit, Einsatz- und Laufbereitschaft gefragt ist. Wer die wenigsten leichten Fehler begeht, wird am Ende gewinnen. Angesichts der anhaltenden Personalprobleme – über die endgültige Sperrfrist für Jakob Liedtke war bei Redaktionsschluss noch nicht entschieden – wird für den Endspurt der Meisterschaft Robert Lukic aus dem Kreisligateam aushelfen. Lukic hat in Plettenberg gezeigt, dass er dem Spiel Impulse geben und die Durchschlagskraft des Rückraums erhöhen kann. Auch Robin Bartel wird sich trotz seiner Beschwerden an der Patellasehne zur Verfügung stellen.