Harte Trainingswoche fordert ihren Tribut

Nur selten tauchten Westfalias Angreifer so gefährlich vor dem Kirchhörder Torhüter auf.
Nur selten tauchten Westfalias Angreifer so gefährlich vor dem Kirchhörder Torhüter auf.
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Was wir bereits wissen
Zweites Testspiel, erste Niederlage: Westfalia Herne hat gegen den Kirchhörder SC mit 1:2 verloren.

SC Westfalia Herne -
Kirchhörder SC 1:2

Tore: 1:0 Mützel (34.), 1:1 (67.), 1:2 (87.).

1. Halbzeit: Samulewicz – Kilic, Luvuezo, Filipovic, Horneffer – Zaskoku, Karagülmez – Aktas, Mützel – Schilling, Ferati.

2. Halbzeit: Samulewicz (60. Herden) – Weßendorf, Luvuezo, Kosien, Kaya – Zaskoku, Zakrzweski - Gumpert, Karagülmez, Mützel – Ferati (75. Stratmann).

Gelb-Rot: Zakrzweski (79.).

Zweites Testspiel, erste Niederlage: Westfalia Herne hat gegen den Kirchhörder SC mit 1:2 verloren. Coach Holger Wortmann war trotzdem zufrieden: „Nach der Halbzeitführung hatten wir zwanzig gute Minuten, haben dann aber defensiv den Faden verloren. Trotzdem hat das Testspiel seinen Zweck erfüllt, die Spieler gewöhnen sich aneinander, sammeln Spielpraxis.“

Zum Anpfiff in Recklinghausen-Leusberg schickte Wortmann sein Team in einer 4-4-2-Formation mit Jean-Pierre Schilling und Fatmir Ferati als Sturmspitzen aufs Feld. Das Spiel begann zäh, nach der „harten Trainingswoche“ (Wortmann) brauchte das SCW-Team einige Zeit, um den Wettkampfmodus zu finden. Die schönste Kombination brachte dann nach einer guten halben Stunde die Führung. Ferati schlug einen Seitenwechsel auf Semih Aktas, der den Ball auf Sebastian Mützel ablegte – 1:0 für Herne. Mehr war nicht los in Halbzeit eins.

Aus der Pause kam die auf fünf Positionen veränderte Westfalia (4-2-3-1 mit Ferati vorne) dann besser. „Zwanzig richtig gute Minuten mit schönen Ballpassagen“ bescheinigte Wortmann seiner Mannschaft, aber: „Wir waren nicht zwingend, hätten vorne mehr herausholen müssen.“

Taten sie aber nicht, und so nahm die Müdigkeit Überhand, der KSC hatte mehr vom Spiel und kam zum Ausgleich, als die Westfalia-Abwehr bei einem Einwurf nicht aufpasste. Ein fragwürdiger Elfmeter kurz vor Schluss brachte noch das 1:2, Wortmann wollte sich aber darüber ebenso wenig aufregen wie über die Gelb-Rote Karte für Neuzugang Martin Zakrzewski. „Er hatte zwei nicht so gute Aktionen, aber ich weiß auch nicht, ob man in einem Testspiel dafür Gelb-Rot zeigen muss. Für die Mannschaft war es unglücklich, nach dieser Woche noch in Unterzahl zu Ende spielen zu müssen“, so der Coach, der dennoch „wichtige Erkenntnisse“ habe sammeln können. „Wir tasten uns immer weiter an das heran, was wir wollen. Nach drei Wochen kristallisiert sich einiges heraus.“ Eine wichtige, aufschlussreiche Trainingswoche stehe noch bevor, an deren Ende dann der SV Schermbeck wartet (So., 8. Februar, 15 Uhr in Schermbeck) - der voraussichtlich letzte Testspielgegner vor dem Oberliga-Auftakt gegen den SV Lippstadt am Samstag darauf.